ARD-Hörspieldatenbank


Ars acustica


Stichwort: Körperszenen/Körpermusik


Albrecht Kunze

Be my brain


Komposition: Albrecht Kunze

Regie: Albrecht Kunze

"Dieses Hörstück ist die Geschichte eines Gedächtnisses - seiner Einschreibungen, Umschreibungen, Störungen, Zerstörungen. Doch die 'story' existiert nicht als 'Text, sondern als 'Textur'. Als ein dichtes Gewebe von Textfragmenten, Musik, Sounds. Die innere Logik vollzieht sich nicht auf dem Pfad von a über b nach c, wie unser aristotelisches Begehren es einfordern möchte. Die Textfragmente, mit denen Kunze arbeitet, sind gesuchte und gefundene 'Objekte', Zitate aus dem Fundus eines unerschöpflichen literarischen, wissenschaftlichen und dokumentarischen Textkörpers. Fragmentierung, Wiederholung, Stottern sind die kompositorischen Mittel, die Konstruktion sichtbar zu machen: 'der Ablauf gerät ins Stolpern/Unordnung auf der Tonspur', eine Grammatik der 'Zerstückelung'. Dieser ästhetische Ansatz wird im Bereich der Sounds, dem Unbeschreibbaren der Musik, weiter radikalisiert: Rauschen, Zischen, präverbale Laute, die 'Rauheit der Stimme' und der Instrumente, das Knistern der Schallplatte usw. Materialien, die sich auf die Grundbedingungen der akustischen Wahrnehmung beziehen. Werden sie aus dem Strom der alltäglichen Wahrnehmung herausgefiltert, sind sie schmerzhaft und geeignet, den Wahn heraufzubeschwören." (Oliver Hardt)

Albrecht Kunze, geb. 1963, lebt in Frankfurt am Main. Kompositionen für Theater, Hörstücke.

A
A

Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Hessischer Rundfunk 1994


Erstsendung: 16.02.1994 | 49'13


Darstellung: