ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung, Monolog



Werner Fritsch

Cherubim


Vorlage: Cherubim (Roman)

Regie: Norbert Schaeffer

Geboren als Bauernsohn in der Oberpfalz, begann Werner Fritsch auf dem väterlichen Hof früh mit der Aufzeichnung der Lebensberichte des Knechtes Wenzel, die in seinem Werk auf vielschichtige Weise verarbeitet sind. Wie von einer herzzerreißenden Flucht vor afrikanischen Krokodilen hatte Wenzel dem Kind von seiner Haft im nahegelegenen KZ Flossenbürg erzählt, das er als Krüppel überlebte. Auch davon handelt der Hörmonolog "Cherubim", in dem ein von den Zeitläufen Gestoßener sich die eigene Welt zusammenreimt: "Und grabens einen auch ein. Und ist doch wie Leben. In Egerlingen und solchen Dingen. Und eines Tages bin auch ich, irgendmal unter Cherubim". Das Hörspiel "Seraphim" versetzt Wenzel im Altenspital von Waldsassen in eine freiwillig-unfreiwillige Gesellschaft mit dem SS-Mann Häcksler und der lungenkranken Raucherin Turtel, für die er seine letzte Passion entwickelt: "Und wenn ich die Turtel nicht krieg, stell ich aus Trotz mir einen Fernseher aufs Grab. Kann sie dann sehen, wie schön ich es hab im Himmel. Wie ich so herumspringen tu mit den englischen Fräulein. In schönen Löwenzahnwiesen. Unter Seraphiml".

Werner Fritsch, geboren 1960 in Waldsassen, studierte in München und lebt heute als freier Schriftsteller in Berlin. - Prosa, Theater und vier Hörspiele. Hörspielpreis der Kriegsblinden für "Sense" (1992).

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Helmut VogelWenzel


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Südwestrundfunk 1998


Erstsendung: 06.12.1998 | 84'13


Darstellung: