ARD-Hörspieldatenbank


Kurzhörspiel



Reinhard Döhl

Das Hörspiel von heute morgen jederzeit oder Die Bandenschlacht von Blacktown


Regie: Raoul Wolfgang Schnell

Wesentliche Teile des "Hörspiels von heute morgen jederzeit oder Die Bandenschlacht von Blacktown" wurden 1961 für einen Arbeitskreis "Experiment und Praxis des Hörspiels und Theaters" als Szenenentwürfe für eine Realisation durch die Probenarbeit geschrieben.Dieses Übungsstück sollte das Probenszenarium für die Darstellung eines x-beliebigen Tages an Hand seiner banalen Stationen sein: morgendliches Bettgespräch eines Ehepaares, Arbeiter in einem Vorortzug, Rendezvous in einem Cafe, auf dem Markt, die Litfaßsäule, ein Jazzkeller, ein Gang durch die Stadt, auf dem Bahnsteig usw., bis das Ganze mit einem morgendlichen Bettgespräch eines Ehepaares scheinbar noch einmal von vorne beginnt. Dieser scheinbare Kreislauf sollte das Übungsspiel zusammenklammern, das in sich selbst durch die bevorzugte Dialogsituation männliche Stimme/weibliche Stimme strukturiert wird. Das damalige Ergebnis wurde als Übungsspiel, und damit wiederum lediglich als Vorschlagpartitur, mehreren Rundfunkanstalten und Theatern vorgelegt und von ihnen abgel ehnt. Bei einer erneuten Beschäftigung mit diesem Übungsspiel 1969 konnte der Autor inzwischen die Möglichkeit der Stereo-Realisation berücksichtigen, was den ursprünglichen Absichten entgegenkam. Bis auf Streichungen einiger jetzt nicht mehr sinnvoller zeitkritischer Anspielungen ließ sich der Text von 1961 vollständigübernehmen. Es wurde ihm jedoch eine, in ihrem Ablauf gelegentlich verstellte, triviale Fabel gleichsam kontrapunktisch unterlegt, um so eine im Stereo-Hörspiel mögliche weitereSpielebene bzw. Spielmöglichkeit hinzuzugewinnen, um so mehr, da sich aus der gelegentlich witzigen, aber ebensogut peinlichen Diskrepanz zwischen dem fabel-losen Hörspiel und einer spiel-losen Lesefabel zusätzliche, nicht nur sprachliche Spannungen aufbauen ließen.

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Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Saarländischer Rundfunk / Westdeutscher Rundfunk 1970


Erstsendung: 01.03.1970 | 26'40


Darstellung: