ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung, Kinderhörspiel



Juli Zeh

Das Land der Menschen


Vorlage: Das Land der Menschen (Kinderbuch)

Bearbeitung (Wort): Juli Zeh

Komposition: Thomas Gerwin

Dramaturgie: Uta-Maria Heim

Regie: Iris Drögekamp

"Manche Dinge kann man nicht erzwingen", sagt die Mutter zu Robs, der sich am Fenster die Nase plattdrückt. Er weiß, dass sie ihn nicht versteht. Hier geht es doch nicht darum, etwas zu erzwingen! Sondern darum, wie es ist, wenn die Sehnsucht nach etwas immer größer wird, bis sie so groß ist, dass man fast platzt, Robs sehnt sich nach Schnee und er geht hinaus, um herauszufinden, wann es endlich schneit. Auf seiner Wanderung begegnet er Nitta, dem Eskimomädchen. Nitta weiß alles über die Kälte und den Schnee und darüber, was man tun muss, damit es schneien kann. Sie ist extra aus dem Land der Menschen, dem Land der Inuit, in das Land von Robs gekommen, um dem Himmel dabei behilflich zu sein. Natürlich hat sie Heimweh nach ihrem Hund, und da ist es gut, das Robs wenigstens sein Stofftier dabei hat. Nitta erzählt Robs viele Geschichten, und Robs träumt von Grönland. Er beobachtet, wie feiner Eisstaub unter den Pfoten der Schlittenhunde aufwirbelt und ihr Fell mit einer glitzernden Schicht überzieht. Er hört die Rufe der Eismenschen. Er fühlt die kalten Tropfen, wenn die Fischer einen Fisch aus dem Wasser ziehen und in ihren Kajak werfen. Kann es sein, dass Nitta wirklich seine neue Freundin ist? Manche Dinge kann man nicht erzwingen, aber man kann sie sich trotzdem ganz genau vorstellen.

Juli Zeh, geboren 1974 in Bonn, lebt in Leipzig. Sie studierte Jura sowie Literatur am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Seit Ende 2003 ist sie Volljuristin und Doktorandin der Rechtswissenschaft an der Universität Saarbrücken. Ihr Roman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg und ist mittlerweile in 28 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien "Schilf" (2007). Juli Zeh hat für den SWR bereits zwei Hörspiele für Erwachsene geschrieben. Sie wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u.a mit dem Deutschen Bücherpreis (2002), dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003) und dem Ernst-Toller-Preis (2003).

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Mitwirkende

Benjamin Meyer spricht die Rolle des Robs. | © SWR/Peter A. Schmidt

Benjamin Meyer spricht die Rolle des Robs. | © SWR/Peter A. Schmidt

Benjamin Meyer spricht die Rolle des Robs. | © SWR/Peter A. Schmidt
Anna Windmüller in der Rolle der Mutter | © SWR/Peter A. Schmidt
Dramaturgin Uta-Maria Heim, Benjamin Meyer als Robs, Anna Windmüller als Mutter und Regisseurin Iris Drögekamp (v.l.) | © SWR/Peter A. Schmidt

Dramaturgin Uta-Maria Heim, Benjamin Meyer als Robs, Anna Windmüller als Mutter und Regisseurin Iris Drögekamp (v.l.)
© SWR/Peter A. SchmidtDramaturgin Uta-Maria Heim, Benjamin Meyer als Robs, Anna Windmüller als Mutter und Regisseurin Iris Drögekamp (v.l.)
© SWR/Peter A. Schmidt



PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Südwestrundfunk 2008


Erstsendung: 22.11.2008 | 54'39


CD-Edition: Der Audio Verlag 2008; SWR Edition 2014


AUSZEICHNUNGEN

CD des Monats Februar 2010 (IfaK/Stiftung Zuhören)


Darstellung: