ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Glyn Maxwell

Das Mädchen, das sterben sollte


Vorlage: Das Mädchen, das sterben sollte (Roman)

Sprache der Vorlage: englisch

Übersetzung: Martina Tichy

Bearbeitung (Wort): Irene Schuck

Regie: Irene Schuck

Susan Mantle kommt tränenüberströmt aus einer Sitzung mit einer Wahrsagerin, die ihr eine unheilvolle Prophezeiung machte: "Sie werden berühmt. Sie werden reich. Sie werden einem großen dunklen Fremden begegnen. Sie werden nein zu ihm sagen bis zu dem Tag an dem Sie ja zu ihm sagen. Am Tag darauf werden Sie sterben." Solchermaßen aufgelöst hält ihr ein Fernseh-Team die Kamera vors Gesicht, das gerade auf Jagd nach Reaktionen auf eine ganz andere Tragödie ist: Ein Hollywood-Star soll bei einem Attentat ums Leben gekommen sein. Susan stammelt ein Dylan Thomas-Zitat ins Mikrofon: "Dem Tod wird kein Reich mehr bleiben". Ihr tränenüberströmtes Gesicht macht sie über Nacht zum Herzens-Star der Briten. Auf einmal ist sie Mittelpunkt einer clever inszenierten Reality Show. Ab sofort ändert sich ihr ganzes Leben. Sie ist auf der Flucht - sowohl vor den Medien als auch vor der Todes-Prophezeiung. Ihre besten Freunde sind auf einmal nur noch begierig, intime Details aus Susanas Leben vor der Kamera auszubreiten. Ihr Beziehungs-Leben ändrt sich radikal, Susan muss tausend Winkelzüge ersinnen, um nicht Opfer des medialen Overkills zu werden. Intelligente Mediensatire, die den weltweiten Hype um eine Realität geißelt, die aber auch die mediale Schaffung, Konstituierung von Wirklichkeit problematisiert, eine schwarzhumorige Farce, die fast thrillermäßig daherkommt und unentwegt mit dem Tod flirtet.

Glyn Maxwell, geboren 1962, schreibt Dramen, Prosa, Lyrik, Opernlibretti und Hörspiele. Er unterrichtete englische Literatur an der Oxford University, der Columbia University und der New York School. 1997 gewann er den E.M. Foster Award der American Academy of Arts and Letters. Seit 1999 Fellow der Royal Society of Literature.

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Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Norddeutscher Rundfunk 2009


Erstsendung: 11.01.2010 | 72'22


Darstellung: