Originalhörspiel, Kurzhörspiel

Autor/Autorin: Walentin Chorell

Zwiegespräch an einem Fenster

übersetzt aus dem Schwedischen

Übersetzung: Rita Öhquist
Technische Realisierung: Hans Schaffner, Charlotte Stender

Regie: Oskar Nitschke

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Michael KonstantinowBlom
    Karl BockxErikson

Dieses Hörspiel aus dem Finnischen führt uns in eine erschütternde Situation. Zwei Soldaten, denen beide Beine amputiert wurden, liegen zusammen in einem Lazarettzimmer. Der Konflikt ergibt sich daraus, daß der eine, der das Fensterbett innehat, hierdurch den Neid und Haß seines Kameraden auf sich zieht. Die grausame Ironie besteht darin, daß der angeblich Bevorzugte den anderen über die wahre Aussicht, eine kahle trostlose Mauer, hinwegtäuscht und ihm, aus dem Bedürfnis zu trösten, schöne Bilder vorgaukelt. Hierdurch setzt er sich selber sein Schicksal: der "Benachteiligte" läßt ihn auf grausame Weise sterben, um als sein Nachfolger in das Fensterbett zu kommen. Und so wird sich auch an ihm - wie es bisher immer geschah - das gleiche furchtbare Geschehen wiederholen.

Weitere Informationen
Walentin Chorell war ein finnlandschwedischer Schriftsteller und Drehbuchautor. (DRA)

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Süddeutscher Rundfunk 1950
  • Erstsendung: 07.10.1951 | SDR1 | 23'05

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