Hörspiel
Autor/Autorin:
Rolf Schneider
Marienbader Briefe
Technische Realisierung: Heinz Schueler, Angelika May
Regieassistenz: Ursula Weck
Regie: Rolf Schneider
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Lieselotte Rau Maria Szymanowska Kurt Hübner Friedrich von Gentz Friedrich Siemers Sprecher der "Elegie"
Am 22. März 1832 starb Johann Wolfgang v. Goethe. Acht Jahre vor seinem Tod, während der Sommerferien im böhmischen Marienbad, hatte sich der berühmte Mann, mit immerhin schon 74 Jahren, in die 19jährige Ulrike v. Levetzow verliebt. Es war eine heftige Liebe. Durch seinen Freund und Dienstherren, den Großherzog Karl August von Weimar, ließ Goethe um Ulrikes Hand anhalten. Aber die Familie der Geliebten lehnte den so ehrenvollen wie seltsamen Antrag ab. Verzweifelt kehrte Goethe nach Weimar zurück. Mehrere Tage dauerte die Reise. Da gab ihm, wie ehemals seinem Tasso, "ein Gott zu sagen, was ich leide". Er schrieb im Wagen eines seiner schönsten Gedichte, die "Marienbader Elegie". Im November 1981 schrieb Rolf Schneider die "Marienbader Briefe": eine erfundene Korrespondenz zwischen zwei wirklichen Zeitgenossen Goethes über die Affäre von Marienbad. Der eine ist Friedrich v. Gentz, Chef der Metternichschen Zensurbehörde in Wien, der Intellektuelle im Dienst der politischen Restauration, die andere Maria Szymanowska, die Pianistin und Patriotin aus dem geteilten Polen, eine Freundin Goethes in Marienbad.

Produktions- und Sendedaten
- Sender Freies Berlin / Radio Bremen 1982
- Erstsendung: 20.03.1982 | 68'20