Hörspiel
Autor/Autorin:
Helmut Walbert
Und was ist, wenn er morgen kommt?
Technische Realisierung: Karlheinz Stoll, Angelika Endriss
Regie: Hartmut Kirste
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Christa Berndl Die Mutter Elke Aberle Die Tochter
Im Dialog zwischen Mutter und Tochter scheinen Welten aufeinanderzuprallen. Ein langjähriger, stiller Verehrer der Tochter ist nämlich aufgetaucht - sehr zum Wohlgefallen der Mutter, eher zum Ärger der Tochter. Dieser stille Verehrer scheint die Inkarnation der Träume zu sein, aus denen gewisse, selbst im Leben zu kurz gekommene Mütter, den "idealen" Mann für die Tochter basteln: er ist älter, ist solide und verläßlich, hat einen guten Beruf und vor allem ein schon bezugsfertiges Haus mit mehreren Schlafzimmern, mit Swimmingpool und Garten. Die Mutter, nur das Beste für die Tochter, nicht zuletzt aber auch für sich selbst wünschend, steht der ablehnenden Haltung der Tochter verständnislos und erbittert gegenüber. Aus dem Versuch der Tochter, sich der Mutter zu erklären, entsteht überraschend ein fast rührendes Bemühen, dieser sich als so weltweit entfernt empfindenden Mutter näherzukommen. Helmut Walbert, 1937 in Aachen geboren und in München wohnhaft, arbeitete nach einem philosophischen, psychologischen und pädagogischen Studium in der Fabrik, in Büros und als Lehrer. Er schrieb Jugendliteratur und Theaterstücke. Erfolgreich brachte der Süddeutsche Rundfunk seine bisherigen Hörspiele "Das Kuckucksei", "Geschäf t am Nachmittag", "Der Pornofilm", "Bedinungen einer schönen Frau", "Keine Stimme der Welt" und "Strohfeuer" heraus. Im Jahr 1980 wurde Helmut Walbert mit dem Förderpreis zum Schiller-Gedächtnis-Preis des Landes Baden-Württemberg" ausgezeichnet.

Produktions- und Sendedaten
- Süddeutscher Rundfunk / Bayerischer Rundfunk 1983
- Erstsendung: 29.05.1983 | 41'25