Originalhörspiel

Autor/Autorin: Gerhard Rühm

Wald, ein deutsches Requiem

Komposition: Gerhard Rühm
Technische Realisierung: Friedrich Wilhelm Häfner, Theresia Hammersen
Regieassistenz: Peter Behrendsen

Regie: Gerhard Rühm

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Elisabeth HartmannSprecherin
    Matthias PonnierSprecher

    Musik: Othello Liesmann (Violoncello), Gerhard Rühm (Stimme; Klavier)

    Ensemble: Collegium Vocale Köln

    Musikalische Leitung: Wolfgang Fromme

Das Thema dieses neuen Hörspiels von Gerhard Rühm ist ebenso aktuell wie herausfordernd: "Der Text des Hörspiels 'Wald, ein deutsches Requiem', das das katastrophale Waldsterben zum Thema hat, basiert ausschließlich auf dokumentarischem Material. Auf die künstlerische Möglichkeit einer emotionalisierenden Darbietung des Materials habe ich keineswegs verzichtet - schon um es zu akzentuieren, auffällig zu machen, aus der additiven Nachrichtensphäre herauszuheben. Das geschieht einerseits durch Erstellung eines akustischen Kontextes, der von assoziationsträchtigen musikalischen Zitaten bis zu entsprechenden Geräusch-'Bildern' reicht, andererseits durch die Art der Präsentation des Textmaterials selbst. So werden etwa zwei bedeutsame Textabschnitte melodramatisch mit einer den Text akzentuierenden und aufrührenden Musik vorgetragen. Diese Musik hat allerdings eine enge strukturelle Beziehung zum Text, da sie buchstäblich seine musikalische Transposition darstellt: Den einzelnen Lauten des Textes sind bestimmte Töne auf dem Klavier – dem Begleitinstrument – zugeordnet. So faßt das Hörspiel, wie von selbst, auf konzentrierte Weise verschiedene akustische und im engeren Sinn radiophone Ausdrucksformen wie Feature, Hörbild, O-Ton (Meinungsumfrage), Magazin, Nachrichten, Melodram zu einer montagehaften Einheit zusammen. Dieses Hörspiel sollte vor allem eine durch künstlerische Mittel besonders eindringlich gewordene Mitteilung sein, die – ohne Kommentar, ohne Polemik und durch kein persönliches Credo belastet – den Hörer zu eigener Stellungnahme provozieren will." (Gerhard Rühm)

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Westdeutscher Rundfunk 1983
  • Erstsendung: 06.12.1983 | WDR 3 | 32'27

Auszeichnungen

  • Hörspielpreis der Kriegsblinden 1984

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