Originalhörspiel

Autor/Autorin: Dirk Spelsberg

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Technische Realisierung: Peter Nielsen, Christoph Gieselmann, Bärbel Seidler
Regieassistenz: Katrin Krämer

Regie: Christiane Ohaus

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Werner EichhornLauscher I
    Stephan BißmeierLauscher II
    Oana SolomonescuAnruferin
    Axel P. SommerfeldDicker Mann

Zwei Männer in einem Raum, jeder für sich: der eine hinter der Videokamera, der andere unter Kopfhörern, an Richtmikrofon und Tonbandgerät. Sie reden kein Wort miteinander, aber ihre Gedanken fliegen. Eines jeden Aufmerksamkeit ist vollkommen auf einen Dritten konzentriert: den Mann im Haus gegenüber. Ihr geheimer Auftrag lautet, jede Lebensäußerung dieses Dritten aufzuzeichnen, alles Bemerkenswerte zu registrieren. Fünf Tage und Nächte des Wartens, des Lauschens und des Schauens sind bereits vergangen, ohne daß irgendetwas von Bedeutung sich ereignet hätte. Das Objekt ihrer Arbeit, ein 410 Pfund schwerer Mann, sitzt reglos im Sessel und starrt auf den Bildschirm seines Fernsehers. Aber ist denn wirklich nichts passiert? Hat nicht möglicherweise das Bemerkenswerte offen vor ihnen gelegen, ohne daß sie es im monotonen Einerlei von Bewegungslosigkeit und Stille erkannt hätten? Und/oder: Könnten nicht sie selbst Opfer einer ihnen unentschlüsselbaren Inszenierung sein? "Der Schlaf der Geräusche erzeugt Ungeheuer"...

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Radio Bremen 1994
  • Erstsendung: 14.06.1994 | Radio Bremen Zwei | 64'44

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