Ars acustica

Autor/Autorin: Ursula Krechel

Glückselig feindselig vogelfrei

Komposition: Frank Wolff, Luigi Nono
Technische Realisierung: Günter Beckmann, Elke Kellermann, Evelyn Peper
Regieassistenz: Waltraud Heise

Regie: Ursula Krechel

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Angela SchmidDie Schöne
    Sabine AndreasDie Kluge
    Renate SchroeterDie Mutter
    Christina KujawskyDas Kind
    Magdalena MontezumaIch

Ursula Krechels Hörspiel "Glückselig, feindselig, vogelfrei" ist eine imaginäre Reise durch eine Welt der Bilder, eine Ersatz-Welt aus Nachahmung, Rollenspiel und Fiktion. Das lyrische Ich schlüpft spielerisch in die drei stereotypen (Film)Rollen der Frau: der Schönen, der Klugen und der Mutter, erprobt die Bilder, stellt sie in Frage, rechnet ab mit ihnen und findet sich am Ende selbst nicht mehr. Seine Wirklichkeit, verstellt von Worten und Planquadraten, ist die Unwirklichkeit der Abbilder, hinter denen die ursprüngliche Welt, eine "andere" Welt, nur noch zu ahnen ist: "Es muß eine stumme, warm gehaltene Welt gegeben haben, wir haben sie nicht erlebt, verschweigen sie dem Kind, langsam gerät sie in Vergessenheit." Ein poetisches Hörspiel, dessen Textebene mit einer musikalischen Geräusch-Ebene korrespondiert: "Alle Geräusche haben einen eigensinnigen Charakter. Es sind keine wiedererkennbaren Abbild-Geräusche. Sie werden künstlich hergestellt und behalten ihren künstlichen Charakter. So entstehen schwebende flackernde Klangflächen, in die die Stimmen hineinstoßen, von denen sie sich erheben. Ein Schweben, Fluten von akustischem Signal zu akustischem Signal." (Ursula Krechel)

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Norddeutscher Rundfunk / Sender Freies Berlin 1984
  • Erstsendung: 13.10.1984 | 58'50

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