Originalhörspiel, Monolog
Autor/Autorin:
Frank Naumann
Solo für eine letzte Geige
Technische Realisierung: Gabi Neugroda, Matthias Fischenich
Regieassistenz: Günter Wagner
Regie: Klaus Wirbitzky
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Matthias Haase Mann
Ein Hörspiel soll übertragen werden: "Solo für eine letzte Geige". Aber plötzlich Tonausfall, ein technischer Defekt. Während der Schaden behoben werden soll, kommt der Notsprecher zum Zuge. Er muß die Zeit im Fall einer Panne überbrücken, dreißig Sekunden höchstens, so hat man ihn unterrichtet. Aber jetzt sind es schon über fünf Minuten, und überhaupt ist es in den drei Jahren, wo er beim Sender angestellt ist, noch kein einziges Mal passiert. Er hat kein vorbereitetes Band, kein Buch zum Vorlesen - nichts. Für eine so lange Zeit des Redens war er nicht eingerichtet. Also erzählt er von sich. Und er fängt an, seine Rolle zu genießen. Vor der Wende hat er Philosophie studiert, danach ist er beim Rundfunk gelandet. Er plaudert über seine Einsamkeit im Sendeturm und schickt Liebeserklärungen an seine Kollegin Kati über den Äther. Plötzlich ertönt eine Geige, aber das rote Licht brennt immer noch. Was hat das nun wieder zu bedeuten?
Weitere Informationen
Frank Neumann, geboren 1956 in Leipzig, studierte Philosophie an der Humboldt-Universität in Berlin. Seit 1989 arbeitet er dort als wissenschaftlicher Assistent. Er hat mehrere Hörspiele und einen Roman veröffentlicht.

Produktions- und Sendedaten
- Westdeutscher Rundfunk 1994
- Erstsendung: 06.02.1994 | WDR 3 | 48'46