Ars acustica
Autor/Autorin:
Caroline Wilkens
Theatri Machinarum - Maschinentheater
Komposition: Caroline Wilkins
Technische Realisierung: Benedikt Bitzenhofer, Mechthild Austermann
Regieassistenz: Hans Georg Andres
Regie: Caroline Wilkens
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Eric Mentzel Tenor Stephen Grant Bariton Musik: Eric Mentzel (Tenor), Stephen Grant (Bariton)
Die in Köln lebende Komponistin Caroline Wilkens zu ihrem Projekt "Theatri Machinarum - Maschinentheater": "Meine Intention ist es, in dieser Komposition die einzigartige ungeschliffene Klangwelt früher Klang-Reproduktionsmittel und ihre Bedeutung für das gegenwärtige Hören zu erkunden. Frühe Aufnahmen der Stimme und der ersten mechanischen Musikinstrumente, ebenso wie Instrumente abseits der klassischen Tradition, etwa ein altes Harmonium oder ein Bandoneon, offenbaren eine unverhüllte 'Rohheit' des Klangs. Eben diese Rauhheit, diese unvermutete Unvollkommenheit einer Klangquelle ist es, die ich zeigen möchte, den 'Körper' oder das Physische des Klangs. Dabei wird auf den historischen Kontext des Hörens Bezug genommen, d.h. der Vorgang der Reproduktion eines Klanges mit mechanischen oder frühen elektronischen Mitteln soll im Hinblick auf seine Beziehung zur heutigen Zeit gehört werden. Der Vergleich zwischen Vergangenheit und Gegenwart wird um so aufschlußreicher sein, wenn man ihn vor dem Hintergrund der heutigen Erwartungen an Klangqualität betrachtet, deren zunehmende Perfektion und Standardisierung zwangsläufig eine daraus resultierende Ästhetik bedingt. Ich möchte in dieser Arbeit darauf hinweisen, was da perfektioniert wurde und was wir möglicherweise dabei verloren haben. Es geht keinesfalls um eine nostalgische Verklärung der Vergangenheit, sondern um den Blick auf die fundamentalen Bedingungen unserer heutigen Hörweise."

Produktions- und Sendedaten
- Westdeutscher Rundfunk 1994
- Erstsendung: 07.06.1994 | WDR 3 | 21'00