Hörspiel
Autor/Autorin:
Hubert Wiedfeld
Goller Vernichtung der Untiefen Wollust Tod
Komposition: Wolfgang Florey
Technische Realisierung: Peter Kretschmann, Carl-0tto Bremer, Kerstin Heikamp, Sabine Kaufmann
Regieassistenz: Waltraud Heise
Regie: Norbert Schaeffer
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Horst Mendroch Goller Monika Barth Lydia Holger Hagen Fabbro Emilio De Marchi Mario Monica Gruber Maria
Der Autor über sein Hörspiel: "'Goller Vernichtung der Untiefen Wollust Tod' ist ein Radiostück, das die Mittel der Montage zu nutzen versucht und das ganz bescheiden arbeitet an der 'Befreiung aus dem trügerischen und langweiligen Paradies der fixen Erinnerungen und... Erforschung eines neuen, ungleich weiteren Erfahrungsgebietes, in welchem die Grenzen zwischen der sogenannten Innenwelt und der Außenwelt sich mehr und mehr verwischen' (Max Ernst)". Erzählt wird eine Geschichte, die sich nur den Anschein einer Geschichte gibt: Eine Folge sich ineinanderschießender Bilder, Facetten einer (noch?) nicht auslotbaren Wirklichkeit, in denen Namen, Orte und Situationen wiederkehren, ohne jedoch eine schlüssige Verbindung einzugehen. Ein Mann, der vielleicht Goller heißt, begegnet dem Tod, seinem Tod, einer makabren Gestalt, die - wie in Alpträumen - auftaucht und wieder verschwindet, da ist an den unmöglichsten Orten. Verbrechen, Big Business, Sex und Betrug sind das Umfeld seiner Existenz, die in den Sog mysteriöser Fügungen und Täuschungen gerät. Gegenwart und Vergangenheit, Erinnerung und Imagination vers chmelzen miteinander. Die Identität der Figuren scheint aufgelöst in ein Potential verschiedener Figuren, die alle auf geheimnisvolle Weise miteinander zu tun bekommen. Stück für Stück werden Teile jener unterirdischen Fäden, die sie zu verbinden scheinen, sichtbar, und Stück für Stück meint man der Lösung eines Rätsels näher zu kommen, das sich in immer neuen Aspekten präsentiert und die Greifbarkeit seiner Deutung doch immer nur vortäuscht. "Was suchen wir, Lydia? Wir suchen einen Satz, der aus vielen Wörtern besteht. Und wir haben erst ein paar Buchstaben. Nicht mal ein Wort."

Produktions- und Sendedaten
- Norddeutscher Rundfunk / Süddeutscher Rundfunk 1988
- Erstsendung: 11.06.1988 | 88'15