Kurzhörspiel

Autor/Autorin: Ekkes Frank

Osterrevoluzzer

Technische Realisierung: Rainer Flock, Annedore Heidemann

Regie: Sigurd König

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Ernst Alisch
    Gunter Cremer
    Helga Grimme
    Michael Quast
    Susanne Ruppik
    Eva Spott
    Michael Thomas
    Wolfram Weniger

Eine Osterparty in memoriam der Studentenbewegung von 1968 endet vorläufig für den Rechtsanwalt Herbert Fuxer und seinen Freund Rainer Quallig auf dem Polizeirevier, weil Fuxer die Internationale auf der Straße brüllte. Die beiden werden von den Polizisten Polter und Gewandt vernommen. Doch läuft die Vernehmung recht gemütlich ab. Unangenehm ist den Freunden nur, zugeben zu müssen, daß die so zahlreich eingeladenen Revoluzzer alle verhindert waren, zur Party zu erscheinen. Denn aus den Revoluzzern von damals sind längst gesetzte Oldies mit familiären und beruflichen Pflichten geworden. Aber das gehört nicht ins Protokoll. Der Beamte Gewandt hat es während der Vernehmung bereits aufgesetzt. ". . . und ist das Verhalten des Dr. Fuxer als spätemanzipatorischer Versuch zu werten, die Scheinprogressivität der bürgerlichen Charaktermasken zu entlarven." Bei der Verlesung des Protokolls erkennen Herbert und Rainer ihren früheren Kommilitonen Karlheinz Gewandt wieder. Auch er hat sich auf den langen Marsch durch die Institutionen gemacht. - Die unterbrochene Party kann fortgesetzt werden.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Süddeutscher Rundfunk 1988
  • Erstsendung: 06.03.1988 | 21'30

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