Hörspiel

Autor/Autorin: Mechthild Rausch

Ich wollte gern Deutsch vergessen

Technische Realisierung: Helmuth Schick, Gabriele Zahn

Regie: Mechthild Rausch

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Ellen SchulzSprecherin
    Michael ThomasSprecher

"Was bedeutet einem die Muttersprache? Was bedeutet sie einem insbesondre, wenn man gezwungen wurde, sie abzulegen und sich eine andere Umgangssprache anzueignen? Was kann sie einem noch bedeuten, wenn sie zur Feindessprache wurde. Diese Fragen erörtern zwanzig Emigranten jüdischer Herkunft, die in der Nazizeit Deutschland verlassen mußten und in den Vereinigten Staaten, vorwiegend in New York, eine neue Heimat fanden. Ihre Einstellungen und Beziehungen zur Muttersprache differieren. Neben emphatischen Bekenntnissen hört man nüchterne Einschätzungen, ein gänzlich emotionsfreies Verhältnis zur deutschen Sprache besitzt jedoch kaum einer, weil die Vergangenheit untrennbar mit diesem Idiom verbunden ist. über die Muttersprache ist in fünf Teile gegliedert. Im ersten steht die gegenwärtige Benutzung und Bewertung des Deutschen zur Debatte, im zweiten und dritten wird seine Bedeutung in Elternhaus und Schule memoriert, das Verhältnis zur deutschen Literatur, zum Dialekt, zum Jiddischen. Der vierte Teil behandelt die Emigration, den Sprachwechsel und die damit verbundene Problematik, im letzten Teil geht es noch einmal um Deutsch und Deutschland, um die kulturelle und nationale Identität. Den Aussagen der Emigranten werden Gedichte emigrierter Autoren gegenübergestellt, die Erfahrung des Exils und des Sprachverlustes in poetischer Form reflektieren." (Mechthild Rausch) als freie Rundfunk- und Fernsehautorin in Bertin. Hörspiele: Paul Scheerbarts kosmokomisches Spektakel, hr 1978; Was will ein Gott bei mir, hr 1981.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Hessischer Rundfunk 1988
  • Erstsendung: 06.04.1989 | 57'48

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