Hörspiel
Autor/Autorin:
Gerald Eric Schneider
Dear Jodie
Technische Realisierung: Johannes Kutzner, Brigitta Eggert, Gabriele Kokott
Regieassistenz: Waltraud Heise
Regie: Gerald Eric Schneider
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Helmut Zierl John Hinckley Karen Böhne Sally Hannelore Hoger Mutter Ferdinand Dux Pfandhausbesitzer Frank Fingerhuth Nachrichtensprecher
"Liebe Jodie, es besteht eindeutig die Möglichkeit, daß ich getötet werde bei dem Versuch, Reagan umzubringen. Aus eben diesem Grund schreibe ich Dir nun diesen Brief. Wie Du sehr gut weißt, liebe ich Dich sehr. In den vergangenen sieben Monaten habe ich Dutzende von Gedichten für Dich gemacht, Dir Briefe und Nachrichten geschickt, in der schwachen Hoffnung, Du würdest Dich allmählich für mich interessieren", so beginnt der Abschiedsbrief John Hinckleys, in einem Hotelzimmer in Washington geschrieben, eine Stunde vor dem Attentat auf Ronald Reagan am 30.3.81. Diese letzte Stunde im Hotel bildet die Grundsituation des Hörfilms "Dear Jodie". In Rückblenden und Vorblenden, die eingebettet sind in hart geschnittene Geräuschsequenzen, stellt sich die Vorgeschichte dieses Attentats dar. Mit dieser, wie er meinte, "historischen Tat" hoffte er, den "Respekt" und die "Liebe" von Jodie Foster zu gewinnen, einer Schauspielerin, die er nur im Kino auf der Leinwand gesehen hatte. "Taxi Driver", der Film, den er sich im Laufe von fünf Jahren unzählige Male angesehen hatte, wurde für John Hinckley zum untrennbaren Bestandteil seiner Realität.
Weitere Informationen
Gerald Eric Schneider, 1954 in Würzburg geboren, studierte Englisch und Kunstgeschichte. Neben seiner theaterpraktischen Arbeit als Schauspieler war er als Regieassistent an verschiedenen Theatern tätig.

Produktions- und Sendedaten
- Norddeutscher Rundfunk 1985
- Erstsendung: 02.11.1985 | NDR 3 | 51'15