Ars acustica

Autor/Autorin: Transit Communication

Robinsonate

Ein Insel-Klangspiel in 15 Sätzen

Komposition: Transit Communication
Technische Realisierung: Hans Martin, Helene Foltan

Regie: Götz Naleppa

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Sabine BartSprecherin
    Eberhard FlöterSprecher
    Ute KannenbergSprecherin
    Joachim LittySprecher
    Johannes TheurerSprecher
    Andreas WeiserSprecher

    Musik: Sabine Bart (Percussion), Eberhard Flöter (Gitarre), Ute Kannenberg (Singstimme; Percussion), Joachim Litty (Saxophon; Altklarinette), Johannes Theurer (Flöte), Andreas Weiser (Percussion)

Sufi Inayat Khan: "Was Dichtung eigentlich suggeriert, ist Musik: den Rhythmus in ihr und die Harmonie der Ideen und Phrasen ... Und was uns gefällt, wenn wir der Natur nahe sind, das ist die Musik der Natur. Diese Musik ist vollkommener als die der Kunst ..." "Robinsonate" = Sonate im ursprünglichen Wortsinn von "sonare" = klingen, eine Robinsonade in Klängen. "Robinsonate" ist nicht eine Hörspielfassung von Defoes Robinson Crusoe. Sie benutzt Texte und Grundsituationen des Romans (Todesangst, Einsamkeit, Begegnung mit Natur, mit fremder und eigener Kultur, Aggression u. a.). "Robinsonate" ist kein "fertiges" Produkt, es hat transitorischen Charakter, nur ein möglicher Zustand (erweiterbar, fortführbar, veränderbar) ist auf Band fixiert. Grundvoraussetzung für dies akustische Projekt war ein Verlernen des Vertrauten, Bewährten und ein Zurückkehren und Zurücksuchen zum Ursprung von Klängen und Gefühlen: also derselbe Prozeß zu dem Robinson Crusoe auf seiner Insel gezwungen war, um zu überleben. (Daher auch der Aufnahmeort: eine einsame Ölmühle in Italien.) Ausführende sind nicht Schauspieler, sondern Jazz/Rock-Musiker, die ihre Improvisationserfahrung aus dem Jazz produktiv einbrachten. Die zugrunde liegenden Übungen haben Stimme, Sprache, Atem, Geräusche, Gesang, Materialmusik und Instrumentalimprovisation benützt, um Aussagen zum Thema zu machen.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Westdeutscher Rundfunk 1984
  • Erstsendung: 15.01.1985 | 75'06

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