Hörspiel
Autor/Autorin:
Maria Volk
goldberg ein dutzend Täuschungen
enthält:
• "kommunikation"
• "goldbergvariationen"
• "revolution"
• "erdzeitalter"
• "arithmetik"
• "darwin"
• "besitzverhältnisse"
• "wettbewerb"
• "gleichheit"
• "fortpflanzungsinstitut"
• "dialektik"
• "kommunikation 2"
Komposition: Ulrich Bassenge
Technische Realisierung: Ulrich Ullmann, Uta von Reeken, Peter Urban, Günter Heß, Gerda Koch
Regieassistenz: Mira Alexandra Schnorr
Regie: Herbert Kapfer
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Holger Czukay Reporter Holger Hiller Geist 1 und 2 Ernst Jandl Beckett Angelika Maiworm Frau 1 Christiane Bachschmidt Frau 2 Hark Bohm Mann Detlef Kügow Darwin Michele Sterr Darwina Hartmut Geerken Vater Grace Yoon Radio Eva Gelb Frau Sibylle Canonica Institut Max Goldt Denker 1 und 2 Cornelie Müller Chor Musik: Maceo Parker (Altsaxophon), Pee Wee Ellis (Tenorsaxophon), Fred Wesley (Posaune), Friedrich Landmann (Bassklarinette), Jon Sass (Posaune), Roman Bunka (Ud), Robert Fripp (Frippertronics), Faron Kelf (Pedalsteelguitar), Lars Kurz (Gitarre), Mark Springer (Klavier), Ulrich Bassenge (Keyboard), Thomas Simmerl (Schlagzeug)
In zwölf Etüden, Goldberg-Variationen nicht nach den Klavierstücken Johann Sebastian Bachs, sondern nach dem imposanten Goldwerksbesitzer Goldberg genannt, spielt Maria Volk virtuos mit Ein- und Doppeldeutigkeiten, stellt Fallen, legt falsche Fährten und Spuren, die in überraschenden Lösungen enden. Das Repertoire an Verwirrspielen scheint unerschöpflich: wenn Beckett - gesprochen von Ernst Jandl - sich im Videoladen als paläontologischer Schädelfund entpuppt; wenn die Substraktion "7 minus 4" zur komplizierten Rechenoperation wird; wenn zwei Frauen im Kanon die freitägliche Plünderung eines Kaufhauses erörtern, oder wenn ein Vater seinen Sohn über die zukünftige Rolle als Liebhaber belehrt. Ein unübersichtliches, tückisches Begriffsfeld eröffnet Maria Volk in diesem "dutzend täuschungen", ein Manövergelände der Vorspiegelungen falscher Tatsachen. "mimikry: täuschende ähnlichkeiten: computersimulation: computeranimation: genetische reproduktionsfähigkeit: vortäuschung von gleichheit/ das konstruieren scheinbarer analogien/ ideologische Täuschungsmanöver: fiktionalität ideologischer begrifflichkeiten/ finten/ rechenirrtümer/ gefühlstarnungen".
Weitere Informationen
Maria Volk, Autorin und Malerin, wurde 1955 in Donauwörth geboren. Studierte von 1979-85 an der Akademie der Bildenden Künste in München. Erst Buchveröffentlichung: "Ausgabe 1" (1983). Hörspiele: "Neanderthal Love" (1988), "Merzbau" (1989), "eschen junge zwei" (1990).

Produktions- und Sendedaten
- Bayerischer Rundfunk / Hessischer Rundfunk 1991
- Erstsendung: 14.06.1991 | 66'15
Veröffentlichungen
- CD-Edition: Rough Trade 1991