Hörspiel

Autor/Autorin: Werner Fritsch

Steinbruch

Bearbeitung (Wort): Norbert Schaeffer
Komposition: Peter Zwetkoff
Technische Realisierung: Walter Jost, Angelika Haller
Regieassistenz: Michael Utz

Regie: Norbert Schaeffer

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Jens Wawrczeck1.-6. Stimme

Mit seinem ersten Prosaband "Cherubim", in dem das Erzähler-Ich des Autors äußerst gekonnt verschwindet hinter der gänzlich authentisch wirkenden Lebensbeschreibung eines alten Bauernknechtes, hatte Werner Fritsch sofort Aufmerksamkeit erregt. In seinem 1989 erschienenen Text "Steinbruch" nun tritt der Erzähler Fritsch mit beinahe barocker Sprachfülle deutlich in den Vordergrund. Vorgeführt wird die Kopfwelt eines Soldaten bei einem Nachtmarsch durch Eis und Schnee und beim Wacheschieben. Die als quälend, demütigend und unmenschlich empfundene "äußere" Situation schlägt sich nieder in ebenso quälenden, brutalen Gedanken und Phantasien, die immer dichter, immer bedrängender werden. Schließlich entfalten sie einen Sog, dem so wenig zu entkommen ist wie dem Abgrund an Aggressionen. Werner Fritsch, geboren 1960 in Waldsassen, studiert seit 1982 Philosophie, Germanistik und Völkerkunde in München. 1983 veröffentlichte er seinen ersten Prosatext und 1987 sein erstes Buch "Cherubim", für das er den "Robert-Walser-Preis" der Stadt Biel und des Kantons Bern erhielt. Im selben Jahr wurde er beim Ingeborg-BachmannWettbewerb mit dem "Preis der Klagenfurter Jury" ausgezeichnet. 1988 brachte der Süddeutsche Rundfunk sein erstes Hörspiel "Jetzt - Hinabgestiegen in das Reich der Toten" zur Ursendung. Werner Fritsch wird demnächst als einer der ersten Stipendiaten der Stuttgarter Akademie/Schloß Solitude für einige Zeit in Stuttgart arbeiten.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Süddeutscher Rundfunk 1990
  • Erstsendung: 24.01.1991 | 64'00

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