Feature

Autor/Autorin: Wolfram Wessels

Die Welt im Haus. Rundfunk und Hörspiel in der Weimarer Republik

Komposition: Peter Zwetkoff
Redaktion: Hans Burkhard Schlichting
Technische Realisierung: Udo Schuster, Nicole Winheller

Regie: Johannes Hertel

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Manfred Boehm
    Jürgen Franz
    Eva Garg
    Gertraud Heise
    Pit Klein
    Rolf Klein
    Klaus Krauleidies
    Klemens Lachnicht
    Walter Laugwitz
    Karl-Rudolf Menke
    Matthias Ponnier
    Wolfgang Reinsch
    Ernst Walter Siemon
    Berth Wesselmann

Das Radio bringt die Welt ins Haus. Das war das Versprechen, mit dem das Radio 1923, mitten in den Nachkriegswirren, auf dem Höhepunkt der Inflation seinen Sendebetrieb aufnahm. Staunend lauschten die Menschen vor ihren meist selbstgebauten Empfängern den Vorträgen, Zeitansagen und Wetterprognosen. Hin und wieder wurde sogar eine Oper ausgestrahlt oder ein Schauspiel - in voller Länge, viele Stunden lang. Das waren die Anfänge des Hörspiels. Und wie das ganze Programm immer mehr darauf achtete, die besonderen Möglichkeiten des Mediums zu nutzen, so entwickelte auch die neue Kunstform rasch ihren ganzen Formenreichtum vom literarischen Hörspiel bis zum Schallspiel. Es setzte sich mit den neuen Techniken auseinander vom Tonfilm bis zur Wachsplatte und war den Pressionen der Politiker und der Zensur ausgesetzt, wie andere Sendungen auch. Zwischen Volkserziehung und technischen Utopien zeigten sich erste Vorboten der späteren Gleichschaltung im nazistischen Staatsrundfunk.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Südwestfunk 1991
  • Erstsendung: 08.06.1991 | 119'50

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