Hörspielbearbeitung, Kurzhörspiel

Autor/Autorin: Iwan Alexejewitsch Bunin

Ein Sommer auf dem Lande

Vorlage: Rusja (Erzählung, russisch)
Bearbeitung (Wort): Sibylle Tamin
Technische Realisierung: Jochen Prandhoff, Ingrid Lederer

Regie: Sigurd König

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Michael Thomas
    Juliane Rautenberg
    Margarete Salbach

Eine längere Bahnfahrt, die Sergej mit seiner Frau unternimmt, führt ihn wieder in die Gegend, in der er vor vielen Jahren auf einem einsamen Landgut als Hauslehrer arbeitete. In dürren Worten erzählt er seiner Frau von diesem Sommer auf dem Lande, von seiner Episode mit der Tochter des Hauses. Ohne sonderliches Interesse hört die Frau ihm zu. Sie ist müde und will schlafen. Während der Zug durch die Nacht fährt, gehen Sergejs Gedanken zurück, verweilen bei der schönen Rusja und ihrer Liebe, die nur einen Sommer währte: Rusjas unschuldige Verführungskünste, die nächtlichen Bootsfahrten mit ihr auf dem See, Rusjas geschmeidiger Körper, von kleinen dunklen Muttermalen übersät. Und dann Rusjas Mutter, die alle Schritte ihrer Tochter eifersüchtig überwachte. Auch jener Nachmittag im Salon wird wieder lebendig. Die Mutter hatte die Liebenden entdeckt und Rusja mußte sich entscheiden zwischen Sergej und der Mutter. Am nächsten Morgen erwacht Sergej nur zögernd aus seinen Träumen und Erinnerungen. So nah ist ihm die einstige Geliebte gewesen in dieser Nacht. Doch unaufhaltsam ist der Zug weitergefahren, hat ihn schon längst entführt an einen anderen Ort. Beim Frühstück sitzt ihm seine Frau gegenüber und holt ihn mit den Worten in die Wirklichkeit zurück: "Trauerst wohl noch immer dieser Landpomeranze nach."

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Süddeutscher Rundfunk 1989
  • Erstsendung: 14.05.1989 | 17'30

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