Hörspiel
Autor/Autorin:
Ronald Steckel
Eine Sprache ohne Unwahrheit und Behauptung. Ein akustischer Text in drei Sätzen
Komposition: Ronald Steckel
Technische Realisierung: Aufnahme:SIM-Studio
Regieassistenz: Heiko Rüsse
Regie: Ronald Steckel
"Die Idee und der Titel für dies Stück stellten sich gleichzeitig ein. Im Sommer 1983 hatte ich eine etwa halbstündige Montage unterschiedlichster TonbandDokumente (OTöne) von Materialstimmen angefertigt, ohne bei der Montage eine bestimmte narrative Dramaturgie oder Struktur zu verfolgen. Ich achtete nur darauf, keines der vorkommenden Geräusche dominieren zu lassen. Das Ergebnis hatte auf mich eine erheiternde und erleichternde Wirkung. Es erzählte sich eine Geschichte, die zu erfinden ich nie in der Lage gewesen wäre. Ich dachte: 'Es gibt sie also- EINE SPRACHE OHNE UNWAHRHEIT UND OHNE BEHAUPTUNG.' Ich beschloss, ein Stück mit diesem Titel zu komponieren. Zwischen der Ursprungsidee für das Stück und der Arbeit im Studio lag ein Zeitraum von fünf Jahren, in dem ich mich vorwiegend mit TonbandArbeiten beschäftigte. Ich hatte mich im Zuge dieser Arbeiten von der Verwendung von Tonband-Dokumenten immer weiter entfernt und mich einer Arbeitsmethode genähert, die ich Ton-Alchemie/Tonale Chemie nenne: die Musikalisierung von Stimmen, Geräuschen und Klängen mit Hilfe mikro-elektrischer Prozessoren. Für die Arbeit an diesem Stück bedeutet das: keine Verwendung von Tonband-Dokumenten, sondern ton-alchemistische Erfindung einer akustischen 'Sprache', deren Elemente gleichzeitig a-logisch und nicht-narrativ sind." (Ronald Steckel)

Produktions- und Sendedaten
- Südwestfunk 1988
- Erstsendung: 14.01.1989 | 91'12