Kurzhörspiel
Autor/Autorin:
Ingrid Puganigg
Nach dem Theater
Technische Realisierung: Hubert Bolter
Regieassistenz: Annette Kurth
Regie: Heinz Wilhelm Schwarz
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Christian Spatzek A Peter Arenzs B Louise Martini Frau Rolf Parton Taxifahrer/Passant Roberto Kalin Rowdies Kurt Sternik
Im Foyer eines Wiener Theaters spricht abends nach der Vorstellung ein einheimischer Besucher - später wird er sich als "Felix Gruntsch" vorstellen - einen Durchreisenden an und überredet ihn zu einem gemeinsamen Drink an der Bar. Die Bekanntschaft wird - per Taxi und zu Fuß - mit einer nächtlichen Kneipentour fortgesetzt. In den frühen Morgenstunden stößt in einem Lokal zu den beiden Männern eine Frau, die den Durchreisenden zuerst überraschend aggressiv abkanzelt, um ihn zuletzt mir nichts, dir nichts zum Tod zu "verurteilen". Was sich zunächst wie eine in Säuferlaune hingeworfene "Schnapsidee" anläßt, kippt rasch in blutigen Ernst um. Ingrid Puganigg, geboren 1947 in Kärnten, gehört nach ihrem literarischen Durchbruch mit dem (inzwischen auch verfilmten Roman "Fastnacht" [1981]) zu den eigenwilligsten poetischen Charakteren des deutschen Sprachraums. Ihr knapper, chiffrierter Stil, die gelegentlich ätzend scharfe Personenzeichnung und die immer wieder durchscheinende Anteilnahme am Schicksal geschundener Menschen machen sie zu einer unverwechselbaren Erscheinung in der Autorenvielfalt. Nach dem Kriminalroman "La Habanera" (1983) erschien im Herbst 1988 ihr Briefroman "Laila".

Produktions- und Sendedaten
- Westdeutscher Rundfunk / Österreichischer Rundfunk 1989
- Erstsendung: 25.06.1989 | 27'15