Hörspiel

Reihentitel: Sprechspiel

Autor/Autorin: Hartmut Geerken

kein roter faa, denn die worte sind niemals gefallen

Technische Realisierung: Alfons Seebacher, Christine Koller

Regie: Hartmut Geerken

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Andrej Monastyrskij
    Grace Yoon
    John Tchicai
    Christian Prigent
    Gerhard Rühm
    Robert Lax

"kein roter faa" ist kein Hörspiel für passive Hörer, sondern ein Sprechspiel für aktive Sprecher - und zwar im Sinne der Kleistschen allmählichen Verfertigung der Gedanken beim Reden. Die Sprache ist keine Fessel mehr, kein Hemmschuh "an dem Rade des Geistes", sondern losgelöst von geistvollen Beschreibungen, Bedeutungen, von Handlungen, Konflikten und Szenen. "kein roter faa" spielt im Bereich der Mikroästhetik und horcht auf die kleinen Teile der Sprache. Es ist ein Spiel für akustische Aktionen, stimmliche und mediale. Dem Sprechspiel sind beliebige Textarten vorgegeben. Die Sprecher suchen sich ihre Texte selber aus. Da es für das Sprechspiel keine festgeschriebenen Wörter gibt, kann es in jeder beliebigen Sprache realisiert werden. Die Sprecher folgen einer genau ausgearbeiteten Partitur, - einerseits also genaue Anweisung, andererseits muß der Sprecher Lautstärke, Sprechgeschwindigkeit, Art der Stimme und Timbre für sich selbst entscheiden. Jeder Sprecher benötigt ein Transistorgerät mit Kurzwellenbereich und beliebig viele Cassettengeräte mit vorbereitetem akustischem Material, das dem jeweiligen Sprecher besonders gefällt bzw. mißfällt. Kein Sprecher, kein Hörer kann sich in "kein roter faa" auch nur auf ein einziges Wort verlassen, "denn die worte sind niemals gefallen". In diesem Sprechspiel wirken mit: Christian Prigent (Frankreich), Grace Yoon (Korea), Robert Lax (USA, Griechenland), Andrej Monastyrskij (UdSSR), Gerhard Rühm (Österreich) und John Tchicai (Dänemark).

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Bayerischer Rundfunk 1989
  • Erstsendung: 16.02.1990

Veröffentlichungen

  • CD-Edition: Gertraud Scholz Verlag 1990

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