Hörspielbearbeitung
Autor/Autorin:
Vittorio Imbrani
Liebesqualen
Vorlage: Texte und Motive (italienisch)
Übersetzung: Willy H. Thiem
Bearbeitung (Wort): Manlio Santanelli
Technische Realisierung: Ulrich Speicher, Karin Theobald
Regieassistenz: Peter König
Regie: Raoul Wolfgang Schnell
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Raoul Wolfgang Schnell Erzähler Margot Leonard Radegonda Orsenigo Egon Reimers Gabrio Salmoiraghi Angelika Bender Almerinda Scielzo Peter Dirschauer Capitano Maurizio della Morte Kurt Ulmann Marchese Barbarinucci Jochen Senf 1. Theaterbesucher Alice Hoffmann 2. Theaterbesucher
Auftritt der immer wieder zögernden, moralisch verkaterten Almerinda in Neapel: Sie hat sich auf den klassischen Liebhaber Maurizio eingelassen, und beide kommen nicht voneinander los. Bis, vom milanesischen Norden herunter, eine Freundin Almerindas, Radegonda, eingreift und energisch versucht, als gute Ehefrau die bürgerliche Eheordnung wiederherzustellen. Die Parlamentärin an den Liebesfronten aber ist nicht nur neugierig, sie ist auch eine leidenschaftliche Frau, die sich an Maurizios heimlich gelesener, glühender Rhetorik entzündet und der Freundin den Liebhaber raubt, als dieser in Erfüllung patriotischer Pflichten im Norden weilt. Die Liebesqualen treiben Maurizio schließlich bis ins lustlos angegangene, aber schmerzvoll beendete Duell: Der Arme verliert eine Hand, die, in Spiritus eingelegt, als sichtbarer Beweis seiner Leidenschaft die Zeiten überdauern wird. Womit beileibe noch nicht alles erzählt ist. Das Hörspiel, das seine Entstehung dem Interesse Manlio Santanellis für das Werk des Schriftstellers Vittorio Imbriani verdankt, wurde 1985 mit dem "Prix della RAI" ausgezeichnet. Es ist eine turbulente Radiokomödie um alle nur erdenklichen und aus der Comrnedia dell'arte vertrauten Elemente der Liebesmühen und -qualen.

Produktions- und Sendedaten
- Saarländischer Rundfunk / Westdeutscher Rundfunk 1986
- Erstsendung: 23.10.1986 | 2 | 20:30 Uhr | 59'07