Hörspiel
Autor/Autorin:
Inge Kurtz
Es ist kein schöner Tod, vom Feind erschlagen
Technische Realisierung: Helmuth Schick/, Inge Kurtz
Regie: Inge Kurtz
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Zwei Eheleute erzählen von Krieg und Vertreibung
Waltraud G., Jahrgang 1924, von Beruf Kindergärtnerin, war gerade 15 Jahre alt, als Hitlers Soldaten in Polen einmarschierten. Gunnar G., Jahrgang 1919, damals Schüler später Sozialarbeiter war als blutjunger Soldat begeistert von "Führer, Volk und Vaterland". An der Front im Osten, bei Leningrad, am Volchow und am Don, in der Hölle von Stalingrad wurde er um viele Illusionen ärmer, aber um viele Erfahrungen reicher. Seine spätere Frau verbrachte die "schönsten Jahre des Lebens" in Angst und Schrecken. Angst um das Leben von Vater und Bruder an der Front, Angst vor den Luftangriffen, dem Verlust von Haus und Heimat. Dann die Schrecken der Flucht, die Angst vor den Vergeltungsmaßnahmen derjenigen, die durch die Naziideologie zu Untermenschen erklärt und als solche behandelt worden waren. - Es sind Erfahrungen, die Waltraud und Gunnar G. ihren fünf Kindern gerne ersparen würden. Darum erzählen sie alles so, wie sie es erlebt haben. Damit die Geschichte sich nicht wiederholt. Damit die über 55 Millionen Kriegstote (20 Millionen Russen, 4 Millionen Deutsche) nicht umsonst gestorben sind.

Produktions- und Sendedaten
- Hessischer Rundfunk 1987
- Erstsendung: 11.05.1987 | 78'17