Hörspiel

Autor/Autorin: Horatiu Radulescu

Hierophanie - Eine Klanginsel

Technische Realisierung: Anna-Maria Tietze, Gerlind Raue
Regieassistenz: Petra Junken

Regie: Horatiu Radulescu

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Kinder aus 42 Nationen

Was das berühmte Alexandria in der Antike war, das ist heute jede Großstadt: ein Forum der verschiedensten Völker, Kulturen und Sprachen. So war es für den Komponisten Horatiu Radulescu auch nicht schwer, in Frankfurt und Umgebung Kinder und Jugendliche aus rund 40 Ländern zu finden für ein ungewöhnliches Vorhaben: ein Hörspiel in 42 Sprachen, das gleichzeitig eine babylonische Sprachverwirrung ist und ein strenges, schönes Rezitations-Ritual, ein Netz vieler offener und versteckter Bezüge - ein Stück Musik. Das Grundmuster dieses aus Freiheit und Ordnung gewebten Klangteppichs (einer "tönenden Ikone" oder "Hierophanie", in den Worten des Autors) bildet ein einziges Gedicht aus etwa 20 Wörtern. Die "Urzelle" (in englischer Sprache) erzeugt Transformationen, dann eine bewegte Klanglandschaft, in der das Ohr vom Gälischen zum Hindi, vom Koreanischen zum Norwegischen wandert: der Turm von Babel als ein Stück Architektur aus Sprachmusik. "Die Kinder und Jugendlichen, die hier einzeln und in wechselnden Gruppierungen in ihren Muttersprachen rezitieren, entwickeln eine Art kontinuierlicher Schwingung, sie erzeugen Stimmungen (Tonhöhen), die als ,Schatten' musikaischer Klänge hinter der Rezitation hörbar werden". (Horatiu Radulescu)

Weitere Informationen
Horatiu Radulesco, gebürtiger Rumäne und seit 1969 mit französischer Staatsbürgerschaft in Paris lebend, ist vor allem durch seine "Musikaktionen" in vielen Ländern bekannt geworden.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Hessischer Rundfunk 1987
  • Erstsendung: 27.08.1987 | 28'10

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