Hörspiel
Autor/Autorin:
Alfred Behrens
Frankfurter Hörspielpreis '87
Technische Realisierung: Gerlind Raue
Regie: Alfred Behrens
Der Frankfurter Verein für Künstlerhilfe, eine private mäzenatische Initiative Frankfurter Bürger hat den von ihr gestifteten Frankfurter Hörspielpreis in diesem Jahr zum zweitenmal vergeben. Erster Preisträger war der Hörspiel- und Theatermacher George Tabori. In den Preisstatuten heißt es: "Ausgezeichnet wird das Gesamtwerk eines deutschsprachigen Künstlers (Autor, Regisseur), das der radiophonen Gattung Hörspiel maßgebliche und wegweisende Impulse gibt ... Durch die Stiftung des Frankfurter Hörspielpreises soll die Bedeutung des Hörspiels für die zeitgenössische Literatur unterstrichen und dieser zu Unrecht vernachlässigten Gattung mehr Publizität gegeben werden. Gleichzeitig wird es dem Preisträger ermöglicht, für einige Zeit unabhängig in einer literarischen Disziplin zu arbeiten, der Bestsellerrummel und an den Marktgesetzen orientierte Tantiemen fremd sind." Die vom Frankfurter Verein für Künstlerhilfe einberufene Jury (Vorsitz: Helmut Heißenbüttel) hat den diesjährigen Preis an den Hörspielmacher Alfred Behrens vergeben. Die Begründung lautet: "Sein bisheriges Werk ist eine bei aller deutliche n Entwicklung homogene Auseinandersetzung mit der akustischen Realität Radio und der Gattung Hörspiel. Er hat die besonderen Möglichkeiten des Mediums auf vielfältige Weise benutzt und damit zur Entwicklung einer Ästhetik dieses Mediums beigetragen. Indem seine Arbeiten detaillierte Hinweise auf akustische Alltagserfahrungen geben, rücken sie die virulente Gefahr eine Bewußtseinstrübung durch unreflektiertes Hören und Sehen in den Blickpunkt des Hörers. Die in den letzten Arbeiten verwirklichte Idee eines ,Hörfilms' eröffnet dem radiophonen Medium Hörspiel neue Perspektiven."

Produktions- und Sendedaten
- Hessischer Rundfunk 1987
- Erstsendung: 22.10.1987 | 100'55