Originalhörspiel

Autor/Autorin: Agota Kristof

Die Epidemie

übersetzt aus dem Ungarischen

Übersetzung: Ursula Dubois
Komposition: Trötsch
Technische Realisierung: Helmut Becker, Ursula Potyra

Regie: Wolfgang Rindfleisch

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Heidemarie RohwederÄrztin
    Kai ScheveRetter
    Brigitte GoebelÜberzeuger
    Chris PichlerGerettete
    Günter Zschäckel1. Feuerwehrmann
    Martin Seifert2. Feuerwehrmann
    Wolfgang Gorks1. Mann
    Nikolaus Schilling2. Mann
    Christian MeyMalabar

Ist es ein Traum, ist es ein absurdes Spiel der Wirklichkeit, der Ernstfall odereinfach nur eine Groteske? An einem unbestimmten Ort zu einer unbestimmten Zeit treffen in der Praxis einer melancholisch gestimmten Ärztin plötzlich die Übriggebliebenen einer Sebstmord-Epidemie zusammen. Im Laufe des Stückes werden sie kurzfristig sterben, aber auch unverrichteter Dinge wieder zum Leben erwachen: Der junge Mann, durch eine Autopanne zufällig hierhin verschlagen, der eine Selbstmordkandidatin vom Baum abgehängt hat; die schöne Gerettete, die seine heroische Tat verhöhnt und seine Liebe verweigert; dazu gesellen sich als Vertreter der Administration Berichte schreibende Feuerwehrmänner und Totenträger, die in der einzig verbliebenen Kneipe ihr Hauptquartier aufgeschlagen haben, und schließlich der Überzeuger, der letzte überlebende Psychiater, der sich als Drahtzieher einer organisierten Vernichtungsaktion entlarvt - denn an diesem Ort soll ein neues Industriegebiet entstehen ...

Weitere Informationen
Agota Kristof, geboren 1935 in Csikvaud (Közeg) in Ungarn. Nach der Niederschlagung des Aufstands gegen das kommunistische Regime emigrierte sie 1956 mit ihrer Familie in die Schweiz, lebt heute in Neuchâtel. In den 70er Jahren gab sie ihre Muttersprache auf und schreibt seitdem auf Französisch. Theaterstücke, Hörspiele. International bekannt wurde sie durch ihre Romane, u.a. "Das große Heft" (1986).

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Hessischer Rundfunk 1996
  • Erstsendung: 03.07.1996 | 52'16

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