Essay

Autor/Autorin: Gunna Wendt

Wenn ich Sie wäre, wäre ich lieber ich

Gert Hofmann und seine Hörspielfiguren

Redaktion: Herbert Kapfer
Regieassistenz: Holger Buck

Regie: Bernhard Jugel

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Axel Milberg
    Beate Himmelstoß

Eine zentrale Figur im Werk von Gert Hofmann (1931-1993) ist die des Künstlers. Sie tritt in vielfältiger Gestalt auf: als Kinoerzähler, der das Ende der Stummfilmzeit beklagt, als Maler, der eine Gruppe blinder Männer auf die Leinwand bannen will, als der Dichter Robert Walser, der sich gegen das im Kulturbetrieb herrschende Ausbeutungssystem wehrt. Neben seinen Romanen, die in viele Sprachen übersetzt wurden, hat Gert Hofmann ein umfangreiches Hörspielwerk geschaffen. Von 1959 bis 1993 entstanden mehr als 40 Hörspiele. Anhand von Ausschnitten aus "Der Stein" (1962), "Die beiden aus Verona" (1960), "Der Blindensturz" (1985), "Der große Stunk" (1990) und "Die Brautschau des Dichters Robert Walser im Hof der Anstaltswäscherei von Bellelay, Kanton Bern" (1982) werden die Facetten der Hofmannschen Künstlerpersönlichkeit beleuchtet. Ihr Spektrum reicht vom "realitätsuntüchtigen" Außenseiter bis hin zum selbstbewußten Schöpfer eigener Welten.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Bayerischer Rundfunk 1995
  • Erstsendung: 29.01.1996 | 50'25

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