Hörspiel

Autor/Autorin: Luc Ferrari, Brunhild Meyer

Il n'y a rien à voire ici - Es gibt hier nichts zu sehen (1. Teil)

Komposition: Luc Ferrari

Regie: Brunhild Meyer

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    N. N.

In der neuen Folge seiner "Sentimentalen Erzählungen" geht es Luc Ferrari um die Entstehungsgeschichte seiner berühmten Komposition "Hétérozygote", die 1964 gewissermaßen als Kontrastprogramm zur musique concrète und deren immanenten Widersprüchen entstand, als eine Musik nämlich, die die Herkunft ihres Materials nicht vertuschte, sondern betonte, die konkret war, weil sie Geschichten erzählte, Bilder entstehen ließ, "anekdotische Musik" also, wie Ferrari seine Konzeption nannte. Der Titel der Sendung erinnert an eine Reise nach Bayreuth, die Luc Ferrari als Tonmeister eines Filmteams unternahm, dem die Wagnerianer allerdings die Drehgenehmigung verweigerten. Deshalb wurde heimlich gedreht. Dem Publikum, das beim Anblick einer Kamera sofort glaubt, es gebe etwas zu sehen, mußte unentwegt das Gegenteil suggeriert werden: "Es gibt hier nichts zu sehen". Auf den Tonaufnahmen freilich, die Luc Ferrari dann als Material für "Hétérozygote" verwendete, gab es doch etwas zu sehen. In der Sendung ist es zu hören.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Südwestfunk / La Muse en Circuit 1992
  • Erstsendung: 06.05.1992 | 25'17

Haben Sie Anregungen oder Ergänzungen zu diesem Eintrag?

Infos zum Hörangebot/FAQ