Hörspielbearbeitung

Autor/Autorin: Carl von Linné, Peter Moritz Pickshaus

Gottes und des Menschen Zorn

Vorlage: Nemesis divina (Manuskriptsammlung, schwedisch), Kunstzerstörer (Prosa)
Übersetzung: Ruprecht Volz
Bearbeitung (Wort): Heinz von Cramer
Technische Realisierung: Walter Jost, Birgit Schilling
Regieassistenz: Alexander Schuhmacher

Regie: Heinz von Cramer

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Fritz BachschmidtPfarrer
    Hans PiesbergenAchtzehnjähriger
    Oliver ReinhardEndzwanziger
    Tillmann BraunDreißiger
    Hubertus GertzenMittvierziger
    Gert HauckeFünfziger
    Paul BürksRichter
    Peter RühringAnwalt
    Fred C. Siebeck1. Experte
    Wolfgang Höper2. Experte
    Reinhart von Stolzmann3. Experte
    Moritz StoepelAngeklagter
    Norbert BeilharzGerichtspsychiater
    Hans-Peter BögelEin Mensch
    Charles WirthsDas Sedlmayr-Gespenst
    Margrit Carls
    Irmgard Först
    Rosemarie Gerstenberg
    Thessy Kuhls
    Marianne Lochert
    Hans Bergmann
    Michael Habeck
    Oliver Krämer
    Heinz Schimmelpfennig
    Hans Treichler

Der berühmte schwedische Naturforscher Carl von Linné (1707-1778) hat eine merkwürdige Sammlung von Manuskriptblättern hinterlassen: "Nemesis divina". Sie enthalten Geschichten, Spruchweisheiten, Bibelzitate, und wollen mit empirischen Beweisen den Glauben an eine göttliche Vergeltung begründen. Hinter einer in gnadenlosen Kategorien funktionierenden Moral steht ein Harmonie- und Ordnungsbedürfnis: "Zu sehen, wie Du lenkest aller Welten Lauf". Mit dem Linnéschen Fragment konfrontiert Heinz von Cramer ein Dokument unserer Tage: Peter Moritz Pickhaus' Fallstudien zu Tatmotiven von Kunstzerstörern, Menschen also, die in ihrer existentiellen Spaltung zwei Seiten eines Ganzen darstellen: die tragische Einheit von Kreativität und Destruktivität, und die die demiurgische Lust verspüren, in ein Ordnungsgefüge einzugreifen. Aus beiden Stoffen hat der Autor einen einzigen "leicht mit Strychnin gewürzten Hörkuchen" gebacken.

Weitere Informationen
Heinz von Cramer, der Verfasser des Hörspiels, hat sich, 1924 in Stettin geboren, als Erzähler und Librettist, vor allem aber als Funk- und Filmregisseur einen Namen gemacht.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Süddeutscher Rundfunk 1992
  • Erstsendung: 17.04.1992 | 100'25

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