Ars acustica

Autor/Autorin: Petra Maria Meyer

Sprachräume der Graphophonie. Das Projekt "erat verbum"

Technische Realisierung: Daniel Velasco, Christine Remlein
Regieassistenz: Hans Georg Andres

Regie: Hein Bruehl

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Susanne Barth
    Peter Lieck

"Geschrieben steht: 'Im Anfang war das Wort!' (Goethe: Faust). Ohne Anfang und Ende ist die Rückbindung des Wortes an den Klang, der in die Sprachräume vielfacher Bedeutungen führt. Sie lassen sich akustisch schreiben. Graphophonie ist die Schrift des Klanges und der Klang der Schrift. Die Schrift des Klanges, eine akustische Schrift-Form, entstand durch die Entwicklung elektro-akustischer Technik. Die Tontechnik machte es möglich, Sprache zu verräumlichen und Stimmen im Hörraum mehrdimensional zu verschreiben. Der Klang der Schrift wird in dem mehrteiligen Projekt "erat verbum" von Alvin Curran in seiner Vielfalt hörbar. Der amerikanische Komponist nutzt die Möglichkeiten der Graphophonie dazu, dem Wort bis zu seinem Verschwinden zu folgen. Indem er ihm dort zuhört, wo es aufhört, Wort zu sein, gelangt er in die unterschiedlichsten Sprachräume. In fünf 'Gehörgängen' erkundete er den Reichtum der verbalen Sprachen, die Artenvielfalt der Tiersprachen, die rhythmischen Signale künstlicher Sprachen, den elektronischen Sprachraum der Computercodes und die Sprachen von Schlaginstrumenten" (Petra Maria Meyer).

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Westdeutscher Rundfunk 1994
  • Erstsendung: 28.06.1994 | WDR 3 | 41'55

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