Originalhörspiel, Monolog

Autor/Autorin: Bert Koß

Stark üben, feige sein

Technische Realisierung: Herbert Schlüter, Doris Peter
Regieassistenz: Katrin Zipse

Regie: Holger Rink

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Jörg Gudzuhn

Zwei Stimmen A und Z führen ein Wortgefecht. A ist der Offensive, der Pusher - er will Z überreden mitzumachen, sich einzulassen. Z verweigert sich, weicht aus, "Warum soll ich sagen, was keiner hören will?" A forciert seine Anwürfe. Z versucht zu argumentieren "Könnte es nicht sein, daß Sie sich irren?" A läßt nicht locker. Unvermittelt hält Z eine Pistole in Händen, will sich nicht länger von A auf der Nase herumtanzen lassen. "Halt still, jetzt wirst du erschossen". Im Kampf um die Waffe, zieht A unerwartet den Kürzeren. Die Pistole entpuppt sich als Attrappe. A lacht Z aus, verabschiedet sich von ihm mit den Worten "bis morgen". Bert Koß spielt mit seinen Figuren A und Z ein Stück DDR-Alltag modellhaft durch, thematisiert eine typische Konfliktsituation: Die Unmöglichkeit des Sich-Verweigerns mündet in ein absurdes, groteskes Spiel.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Sender Freies Berlin 1992
  • Erstsendung: 09.01.1993 | 32'16

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