Hörspielbearbeitung, Kurzhörspiel

Autor/Autorin: Bertolt Brecht

Rechtsfindung 1934

(Szene aus: Furcht und Elend des dritten Reiches)

Eine dramatische Zeitglosse

enthält:

• "Ansage und Vorbesprechung (1)"
• "Szene aus dem Hörspiel (2)"
• "Absage (3)"

Vorlage: Furcht und Elend des dritten Reiches (Theaterstück)
Kommentar: N. N.

Regie: Just Scheu

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Rudolf RiethAmtsrichter
    Willi HörmannStaatsanwalt
    Herbert EbeltLandgerichtsrat
    Heinz StoewerKriminalinspektor
    Fritz FleckGerichtsdiener

SA-Leute haben das Geschäft eines jüdischen Juweliers demoliert und den Geschäftsinhaber mißhandelt. Ein Fall wie es viele gab im nationalsozialistischen Deutschland, aber hier gerät der mit dem Fall beschäftigte Amtsrichter in erhebliche Argumentationsnöte, wenn der übliche Freispruch für die SA-Männer herausgekommen soll. Denn nicht nur die Interessen eines arischen Teilhabers sind hier im Spiel, sondern auch allerhöchste Verbindungen. Argumentationsnöte, die binnen kurzem die ganze Fadenscheinigkeit der nationalsozialistischen Rassen-Ideologie sichtbar machen. Eine Kernszene aus der im Exil entstandenen Szenenfolge "Furcht und Elend des dritten Reiches" von Bertolt Brecht, gesendet kaum sieben Monate nach dem Ende der NS-Herrschaft von dem Sender der amerikanischen Militärregierung in Frankfurt, dessen Chefredakteur damals der Brecht-Experte Hans Mayer war. Die Szene war 1938 in der Exilzeitschrift "Das Wort" erstmals erschienen. (Pressetext des Südwestfunks anlässlich einer Wiederholungsausstrahlung 1988)

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Radio Frankfurt vor 02.12.1945
  • Erstsendung: 02.12.1945 | 29'40

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