Originalhörspiel, Monolog

Autor/Autorin: Sebastian Goy

Manchmal war es eine Feder vom Eichelhäher

Technische Realisierung: Maximilian Federhofer, Regina Kraus
Regieassistenz: Petra Kast

Regie: Annette Jainski

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Annamirl BierbichlerSprecherin

"Ich hätte das Zeug gehabt für eine höhere Schule und vielleicht sogar zum Studieren, aber das haben die Eltern für mich, die ich kein Bub war, gar nicht in Betracht gezogen. Mit den besten Schulzeugnissen haben sie mich als Haus- und Putzmädel in einen Herrschaftshaushalt gegeben. Später dann mußte ich mir meinen Lebensunterhalt mit allem möglichen verdienen: als Beiköchin, als Spülerin, als Kaffeeköchin." Die Frau, die sich hier in einem letzten Monolog an ihren sterbenden Vater wendet, hat die immer wieder enttäuschte Hoffnung, ihrem Leben eine Wendung zum Besseren zu geben, noch nicht ganz aufgegeben, obwohl die Aussichten mehr als schlecht sind. Ihre Ehe mit einem gewalttätigen Trinker hat sie nach langen Jahren des Leidens mit einem tödlichen Schlag gegen ihren Mann beendet. Was ihr wie ein Akt der Befreiung erschienen war, bedeutet zugleich das Ende ihrer Freiheit.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Südwestfunk 1995
  • Erstsendung: 07.09.1995 | S2 Kultur | 32'53

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