Hörspielbearbeitung

Autor/Autorin: Bolé Butaké

Vier Mann in Uniform und ein Berg Schuhe

Vorlage: Shoes and four men in arms (Theaterstück, englisch)
Übersetzung: Eckhard Breitinger
Komposition: Matthias Thurow
Technische Realisierung: Theresia Singer, Anne Effertz
Regieassistenz: Elmar Stader

Regie: Dieter Carls

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Jochen KolendaErster Soldat
    Gereon NußbaumZweiter Soldat
    Viktor NeumannDritter Soldat
    Ludger BurmannVierter Soldat
    Gabriele Quast1. weibliche Stimme
    Anne Wehner2. weibliche Stimme
    Daniel BergerMännliche Stimme

Der Ausnahmezustand ist verhängt. Vier Sodaten halten Wache neben einem Berg von Schuhen. Sie gehören abtransportierten und ermordeten Demonstranten. Die Armeeangehörigen warten auf weitere militärische Befehle, hoffen aber ebenso auf das Ende des sinnlosen Herumstehens. Von der Notwendigkeit des militärischen Terrors und den Propagandaparolen der Machthaber sind sie immer weniger überzeugt. Nur einer von ihnen glaubt in blinder Ergebenheit, Meldung machen zu müssen. Als er vom Rapport zurückkehrt, sind die Schuhe spurlos verschwunden. Die Wachen sind betrunken. Jetzt kann auch der Offizier nicht mehr länger die Augen vor den Schändlichkeiten des Regimes verschließen - aber auch nicht vor seiner persönlichen Schuld. Er zieht die Uniform aus, um fortan auf der Seite der Opposition für Demokratie und Menschenrechte zu kämpfen. Auch die drei anderen schließen sich ihm nun an.

Weitere Informationen
Bolé Butaké ist der zweite Preisträger des Hörspielwettbewerbes, den der WDR zusammen mit dem Goethe-Institut in Kamerun veranstaltete. Butaké ist Kameruns bekanntester anglophoner Theaterautor und Ordinarius für Anglistik an der Universität von Yaounde. Sein Engagement für die Opposition macht ihn zu einem der profiliertesten, aber auch am meisten gefährdeten Intellektuellen Kameruns.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Westdeutscher Rundfunk 1995
  • Erstsendung: 28.03.1995 | WDR 3 | 53'14

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