Originalhörspiel, Mundarthörspiel

Autor/Autorin: J. Monika Walther, Alwine Uhlending

Panhas (1. und 2. Teil: Der Versicherungsschein/Das Schwein ist tot)

Eine ländliche Familienserie

enthält:

• "1. Teil: Der Versicherungsschein"
• "2. Teil: Das Schwein ist tot"

Technische Realisierung: Ilse Sieweke, Erdmute Haug-Jurisch

Regie: Georg Bühren

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Christiane KampsAnna Kestermann
    Hannes DemmingKarl Kestermann
    Martin BöttcherOnkel Heinz Kowalski
    Elisabeth GeorgesUlla Beerhorst
    Werner BrüggemannWinfried Berowski
    Penny S. MichelAngestellte
    Busso MehringTheo, der Metzger
    Eckhard FreheJonny Brinkmöller
    Marianne RogéePaula Kestermann

1. Teil: "Der Versicherungsschein": Heinrich Kestermann ist fein raus; seine Lebensversicherung ist fällig - 10000 Mark, was vor dreißig Jahren, als er mit dem Einzahlen anfing, ein hübsches Sümmchen bedeutete. Der Auszahlungstag wird zum Festtag erklärt. An diesem Tag will er keine Zäune reparieren und auch nichts vom Projekt seines Sohnes hören, der das Geld gut für die Anschaffung neuer Charolais-Rinder gebrauchen könnte. Aber trotz intensiver Suche gelingt es Heinrich Kestermann nicht, das Original seines Versicherungsscheines zu finden. Im örtlichen Filialbüro muß er erfahren, daß er zum "Altbestand" gehört und nicht elektronisch erfaßt ist. Wütend beschließt die versammelte Kestermann-Sippe, gemeinsam in der Zentrale in Münster vorzusprechen, angeführt von Tochter Anne, ihres Zeichens Rechtsreferendarin beim Oberlandesgericht. Die eindrucksvolle Demonstration westfälischen Familiensinns führt zum Erfolg - er ist allerdings nur von kurzer Dauer.

2. Teil: "Das Schwein ist tot": Schweinemästen lohnt sich nicht, sagt Kestermanns Nachbar. Doch, sagt Kestermann, man muß sie nur nicht verkaufen, sondern selbst essen. Also wird - wie seit Jahr und Tag - die Sau geschlachtet. Zum Leidwesen der Tochter, sie haßt die fettriefende Wursterei, den Gestank von Gedärm und frischem Fleisch und das Blutrühren. Außerdem muß sie sich als Rechtsreferendarin (mit Prädikatsexamen!) noch den Spott der Männer anhören, denen die trockene Aktenarbeit bei Gericht als nicht standesgemäß erscheint. Derweil wird über die jüngste Preisentwicklung auf dem Agrarmarkt diskutiert. Die Männer entwickeln Zukunftspläne. Onkel Heinz schlägt sogar vor, den stillgelegten Kanal zu kaufen. Er hat inzwischen mit dem Verkauf von Süßwasserfischen einen lukrativen Nebenerwerb entdeckt.

Weitere Informationen
J. Monika Walther, 1945 in Leipzig geboren, lebt seit 1966 im Münsterland. Sie veröffentlichte zahlreiche Gedichtbände, Erzählungen und Hörspiele. Der WDR sendete 1994 "De drei aollen Damen un de früemde Chinese".

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Westdeutscher Rundfunk 1995
  • Erstsendung: 02.06.1995 | WDR 5 | 59'29

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