Originalhörspiel, Monolog

Autor/Autorin: Erdmann Müller

E la nave non va - Trieste

Regie: Erdmann Müller

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Erwin Schastok

Die Stadt Trieste ist immer durch eines der zwölf Stadtgeräusche gegenwärtig, die an verschiedenen Orten in Trieste aufgenommen wurden. Über oder in dem Geräusch liegt eine Stimme. Es ist kein innerer Monolog, eher ein lautes Selbstgespräch, eine Verteidigung vor der Nachwelt oder der Versuch einer Belehrung des nicht vorhandenen Zuhörers; manchmal einfach Literatur. Texte von Platon und Winckelmann, und es geht um "Das Schöne". Man könnte die Stimme als Winckelmanns Geist in Trieste bezeichnen. Im Hörbild bleibt sie unbezeichnet, so wie auch zahlreiche literarische Anspielungen nicht erklärt werden. Es ist ein Vexierspiel, das bei einmaligem Hören nicht jedem gleichermaßen klar wird. Denn die Aufmerksamkeit muß sich auch noch zwischen Stimme und Geräusch aufteilen. Das Geräusch ist keine Illustration zum Text. Es bewegt sich eigenständig. Kraft und räumliche Tiefe der Geräusche werden allerdings erst mit dem Kopfhörer vollständig wahrnehmbar.

Weitere Informationen
Erdmann Müller lebt in Berlin und arbeitet seit 1968 erst im Fernsehen, dann im Hörfunk als Toningenieur. Er schreibt auch.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Sender Freies Berlin 1995
  • Erstsendung: 07.02.1995 | SFB 3 | 59'15

Haben Sie Anregungen oder Ergänzungen zu diesem Eintrag?

Infos zum Hörangebot/FAQ