Gespräch

Autor/Autorin: Magdalena Marsovszky

Die kollektive Amnesie - Zum 40. Jahrestag der ungarischen Revolution

Gespräch mit dem Schriftsteller István Eörsi

Technische Realisierung: Martina Meiser, Frank Schätzel

Regie: Stefanie Hoster

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Magdalena Marsovszky
    István Eörsi

    Gesprächsteilnahme: István Eörsi
    Interview geführt von: Magdalena Marsovszky

Das Gespräch mit István Eörsi führte Magdalena Marsovszky im Sommer 1996. Als "kollektive Amnesie" bezeichnet Eörsi den Geisteszustand, der bei den Intellektuellen Ungarns - und nicht nur bei den Intellektuellen - seit der Niederschlagung des Aufstands im November 1956 herrschte. Man hatte sich mit dem Regime Kádárs arrangiert und die Hinrichtungen und Internierungen vergessen. Eörsi saß im Gefängnis und hatte seine "revolutionäre Haltung" bewahrt. Heute klagt er fast die gesamte Intelligenz seiner Heimat an, aber nicht nur die. Auch der Westen habe einen großen Anteil daran gehabt, daß sich die Menschen in der "fröhlichsten Barracke" des Ostens 40 Jahre lang prostituieren mußten und ihnen ihre jüngste Vergangenheit deshalb als peinlich erscheint.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Saarländischer Rundfunk 1996
  • Erstsendung: 10.11.1996 | 2 | 22'12

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