Hörstück

Autor/Autorin: Titus Livius, William Faulkner, Heiner Müller

Der Horatier

Römisches Hörstück nach Texten von Titus Livius, Pierre Corneille und Heiner Müller sowie u.a. unter Verwendung von Live-Mitschnitten des Musiktheaterstücks "Römische Hunde" von Michael Simon und Heiner Goebbels, Theater am Turm, Frankfurt am Main 1991

Vorlage: Römische Hunde (Musiktheater), Sanctuary (Novelle, englisch), Der Horatier, Ab urbe condita (latein), Rienzi (Libretto), L' Horac (französisch), Orazi e Curiazi (Libretto, italienisch)
Bearbeitung (Wort): Heiner Goebbels
Komposition: Heiner Goebbels
Dramaturgie: Hans Burkhard Schlichting
Technische Realisierung: Regine Elbers, Regine Schneider, Roland Seiler, Heiner Goebbels, Willi Bopp
Regieassistenz: Stephan Buchberger

Regie: Heiner Goebbels

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    André WilmsSprecher
    Enzo Musso
    Paco Rosales
    Sonstige Mitwirkende
    Stephan Buchberger

    Musik: Eric Gould (Rap), Jürgen Wagner (Tenor), Catherine Jauniaux (Stimme), Gail Gilmore (Mezzosopran)

Der Stoff ist uralt, von Livius überliefert und in vielen Stücken (von Corneille bis Heiner Müller) und Opern (von Cimarosa bis Mercadante) bearbeitet: ein Bürgerkrieg zwischen zwei Nachbarstädten, der von zwei Männern stellvertretend geführt werden soll, um Kräfte zu sparen. Der Horatier besiegt für Rom den Kuratier aus Alba, der mit seiner Schwester verlobt ist, verschont ihn nicht und hofft, zu Hause gefeiert zu werden. Als seine Schwester stattdessen in Tränen ausbricht, ermordet er sie. Rom hat nun zwei Männer in einem: einen Sieger und einen Mörder. Wie damit umgehen? - Eine exemplarische Geschichte, die sich heute in Sarajewo und anderswo täglich aktualisiert. In einer explosiven Collage musikalisiert Heiner Goebbels die Erzählvarianten in fünf Sprachen. Heiner Müllers deutscher Text und Pierre Corneilles Alexandriner bilden die narrative Leitlinie. Wie in anderen Hörstücken von Heiner Goebbels zählt nie das gesprochene Wort allein, sondern seine Einbettung in den kompositorischen Verlauf, die den Reiz und die Qualität des Verständnisses ausmacht.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Südwestfunk / Hessischer Rundfunk 1994
  • Erstsendung: 12.01.1995 | S2 Kultur | 21:00 Uhr | 41'45

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