Hörspielbearbeitung, Kinderhörspiel
Autor/Autorin:
Rudolf Herfurtner
Rudis Rakete
Vorlage: Rosalinds Elefant und Rudis Rakete (Roman)
Regie: Irene Schuck
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Clemens Landwerlin Rudi Maximilian Klee Andreas Peter Pius Irl Vater von Andreas Christiane Blumhoff Mutter von Andreas Stefanie Kutzer Ingrid genannt "Wolldecke" Horst Sachtleben Express-Schorsch Helmut Stange Polizist Peter Lieck Erzähler
Es ist die Zeit, als die heutigen Großeltern fast noch Kinder waren. Anfang der 50er Jahre sind die Wirren des Weltkriegs noch lange nicht vergessen; jeder ist froh überlebt zu haben - die Leute aus dem Dorf, Expreß-Schorsch, ein Kriegs-Heimkehrer und auch Ingrid, "Wolldecke" genannt, ein Flüchtlingsmädchen. Und da sind Rudi und Andreas, die wie einige andere auch vom Kriegspielen träumen und mit den Resten des Zweiten Weltkriegs, die man in Form von Munition und Waffenteilen noch überall im Wald oder im Fluß finden kann, spielen. So kommen sie auf die Idee, sich eine eigene Rakete zu bauen, mit der sie irgendetwas hoch in die Luft, ins Weltall schießen wollen. Dadurch geraten sie mit Expreß-Schorsch, einem erklärten Wideraufrüstungsgegner, und auch "Wolldecke" in Konflikt. Vergeblich versuchen sie die beiden daran zu hindern, ihre Rakete zu zünden. Und fast hätte das Abenteuer ein sehr bösese Ende genommen. Die Geschichte schildert auf einfache, aber bemerkenswerte Art die damalige Situation. Außerdem ist sie eine zeitlose Schilderung der Außenseiterrollen von Kriegs-Heimkehrern und Flüchtlingskindern . Gerade diese Verbindung gibt dem Hörspiel auch für die heutige Zeit, in der Ausländerhaß und Naziparolen wieder verstärkt auftreten, eine hohe Aktualität.

Produktions- und Sendedaten
- Bayerischer Rundfunk
- Erstsendung: 14.04.1995 | 21'55