Originalhörspiel

Autor/Autorin: Fred von Hoerschelmann

Eine Stunde Aufenthalt

Technische Realisierung: Bernd Lossen, Elfriede Kaposty

Regie: Walter Knaus

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Peter OttenAdvokat
    Gerhard JustTedder
    Brigitte KönigSalme
    Max NoackEinäugiger
    Ellen Daub1. Weib
    Hanne Meyer2. Weib
    Ellen Krug3. Weib
    Günter Guben
    Hans-Peter Bittler

Aus der bäuerlichen Welt seiner baltischen Heimat griff der Autor einen erschütternden Fall eines Mordes auf, der aufgrund eines Fehlspruches ungesühnt blieb. Ein Strafverteidiger trifft während seines Aufenthaltes auf einem deutschen Bahnhof fünfzehn Jahre später einen Bauern aus Estland und erfährt dabei von einer Schuld, die nie offenbar wurde. Er selbst hatte damals die Verteidigung des Angeklagten übernommen. Indem er nun den ganzen Fall noch einmal nachvollzieht - das geschieht in Form von szenischen Rückblenden -, hat er vor seinem Gewissen alle aufkommenden Fragen und Zweifel zu lösen, die nur noch zwischen Gott als höchster Instanz und dem Schuldigen auszumachen sind. Eine Rechtssprechung, will sie rein bleiben von Gefühlen der Rache und Vergeltung, und will sie nur die Gesellschaft schützen, kann in diesem Fall die Norm ihrer Grundsätze auf den einzelenen nicht mehr anwenden. Hier wurde ein Mensch durch ein Verbrechen gerettet und zu einem nützlichen Glied der Gesellschaft.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Süddeutscher Rundfunk 1952
  • Erstsendung: 02.04.1952 | SDR1 | 20:30 Uhr | 54'50

Veröffentlichungen

  • Hörspiel-Download: SWR Edition 2019

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