Ars acustica
Autor/Autorin:
René Farabet
Der rechte Winkel von Anvers
übersetzt aus dem Französischen
Übersetzung: Anette Kührmeyer
Bearbeitung (Wort): Anette Kührmeyer
Technische Realisierung: Werner Klein, Annette Matheis
Regie: Anette Kührmeyer
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion René Farabet Französischer Sprecher Gunter Cremer Deutscher Sprecher
Im März 1993 machte René Farabet im belgischen Anvers Tonaufnahmen, um die Stadt zu porträtieren. Es entstand eine "photographie sonore de la ville d'Anvers", ein Hör-Foto der Stadt. Als Nachkomme von Descartes und Pascal hat Farabet seine Aufnahmen natürlich nicht "irgendwo" in Anvers gemacht, und er präsentiert sie dem Hörer auch nicht "irgendwie". Seiner "photographie sonore" liegt ein ausgeklügeltes mathematisches System zugrunde, das mit der Zahl 24 spielt. Ein Tag hat 24 Stunden, 24 Stunden Anvers, aufgenommen an 24 verschiedenen Orten, alle 24 Minuten. Seine insgesamt 1440 Originaltöne sind jeweils eine Minute lang. Von ganz verschiedenen Orten aus setzt Farabet so - wie ein Puzzle - das akustische Bild der Stadt zusammen: vom Krankenhaus bis zum Schlachthof, vom Zoo bis zur Terrasse einer Polizeidienststelle.
Weitere Informationen
René Farabet, früher Schauspieler, leitet seit 20 Jahren das "Atelier de création radiophonique" von Radio France; es ist vergleichbar mit Klaus Schönings "Studio Akustische Kunst" im WDR. Für das deutsche Radio schrieb Farabet bisher: "Voix sans Voix - Stimmen ohne Stimme - in Frankreich und anderswo" (zusammen mit Kaye Mortley, SFB 1985) und "Am Anfang war das Ohr" (ACR Radio France/SFB 1994).

Produktions- und Sendedaten
- Saarländischer Rundfunk / Radio France 1997
- Erstsendung: 18.02.1997 | SR 2 | 59'19