Originalhörspiel, Monolog

Autor/Autorin: Eberhard Petschinka

Till fragment

Komposition: Trötsch
Dramaturgie: Gabriele Bigott
Technische Realisierung: Peter Kainz, Venke Decker
Regieassistenz: Andreas Meinetsberger

Regie: Wolfgang Rindfleisch

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Herbert Fritsch

Ein Mann versucht einem anderen zu helfen. Deshalb ist er mit ihm, seinem FreundTill, in die Provinz gefahren. Einen Garten anzulegen und um zu reden, vor allemaber um ihn aus seiner lähmenden Untätigkeit zu reißen. Denn Till erlebt nicht nur in der Liebe Desaster des Versagens, er ist auch nicht mehr in der Lage zu schreiben, nicht mal einen Simmel bringt er fertig. Weil ja doch alles keinen Sinn hat, stellt er sich tot wie ein Käfer und verbringt seine Tage letzlich vor dem Fernseher, mit einem Bier in der Hand. Dabei gab es einen früheren Till, der war ein Liebhaber der Feuerbachthese, der hat - von einer fixen Idee besessen - an eine Zukunft geglaubt, hat Flugzettel und Kampfparolen verfaßt. Der heutige Till kommt aus seiner müden Verweigerung nicht heraus. Bestenfalls reicht es noch zum Lamentieren, und beim Ausflug in die Provinz befällt ihn die Lähmung als Gichtanfall sogar körperlich. Daraus soll ihn schließlich eine drastische Tat befreien. Der Dialog mit ihm aber kommt nicht zustande, gerät zum Monolog, der auch eine Selbstauseinandersetzung sein könnte.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg 1997
  • Erstsendung: 06.01.1998 | 46'16

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