Originalhörspiel
Autor/Autorin:
Sandra Kellein
Wie ich die Statistik erfand
Technische Realisierung: Heike Weyh, Regina Kraus
Regieassistenz: Holger Heddendorp
Regie: Ulrich Lampen
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Steve Karier Gerd Mohr Verena Buss Große Schwester 1 Eva Garg Große Schwester 2 Christiane Bachschmidt Klaus Barner Verena von Behr Wolfgang Höper Claudia Knupfer Heinz Meier Walter Renneisen Willi Schneider Ellen Schulz Klaus Spürkel Berthold Toetzke Samuel Weiss Nele Woydt u.a.
Wo wird herausgefunden, was unsere Welt zusammenhält? In den Telefoninterviews der Statistiker. Unter sie ist der jobsuchende Protagonist Mohr geraten und lernt in einem Meinungsforschungs-Institut, daß Vorlieben und Abneigungen, Tun und Lassen der Zeitgenossen nicht immer auf geradem Wege in die Datenraster führen, die wir ahnungslosen Konsumenten mit der Realität verwechseln. Wer würde die Übersichtlichkeit der Statistiken schon gegen die Unübersichtlichkeit der wirklichen Verhältnisse eintauschen wollen? Mohr beginnt auf der Klaviatur der Verhältnisse zu spielen und entdeckt dabei ein paar reale Zeitgenossen. Aber er entdeckt auch, daß die Medien des Kontakts längst die wirklichen Kontakte ersetzen: "Das ist ein Leben wie im Spiegel. Ich sehe meinesgleichen. Ich suche den Durchschnitt. In der Mitte finde ich mich wieder." Denn: "Ich bin das Telefon, die Kamera, ich mache aus jeder Stimme eine ganze Person. Irgendwann gibt es keine Frage mehr."
Weitere Informationen
Sandra Kellein, geboren 1958 in Nürnberg, lebt als freie Autorin in Berlin. Mehrere Literaturstipendien und Auszeichnungen. 1993 Ernst-Willner-Preis beim Klagenfurter Bachmann-Wettbewerb. Romane: "Khaki und Federn" (1995), "Gold oder Rabenschwarz" (1996). Prosa, Theatertexte und Hörmonologe. "Wie ich die Statistik erfand" ist ihr erstes mehrfiguriges Hörspiel.

Produktions- und Sendedaten
- Südwestfunk 1997
- Erstsendung: 01.06.1997 | 30'35