Originalhörspiel
Autor/Autorin:
Gabriele Wohmann
Vanilleeis ist besser als der Tod
Technische Realisierung: Jürgen Glosemeyer, Mechthild Austermann
Regie: Klaus Mehrländer
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Krista Posch Herma Rolf Becker Roman Karin Anselm Babette Ellen Schulz Uschi Jürg Löw Bernd
Ein Sonntagmorgen bei einem Journalistenehepaar. Herma, noch im Morgenrock, und Roman, der endlich seine Cornflakes will, sprechen über die Totengedenkfeier des zurückliegenden Abends, die sie gleichsam als "Zaungäste" verfolgt haben. Es geht um die dort anwesenden Gäste und den von Roman bevorzugten Frauentyp, es geht um Hermas Alkoholismus und den unheilbaren Muskelschwund ihrer Schwester. Auch als Uschi, Babette und Bernd zu Besuch kommen, beendet vor allem Herma ihre sarkastischen Angriffe auf die Mittelmäßigkeit der eigenen Generation keineswegs. Gabriele Wohmanns jüngstes Hörspiel wirft einen bitterbösen Blick auf die Gefahr, infolge verloren gegangener Zukunftsaussichten die Gegenwart zu verdrängen und in leblosen Nihilismus zu verfallen - und ist zugleich eine Geschichte über die ganz alltäglichen Dinge, die doch noch ein wenig besser sind als der Tod.
Weitere Informationen
Gabriele Wohmann, geboren 1932 in Darmstadt, veröffentlicht Prosa, Hör- und Fernsehspiele sowie Beiträge für Zeitungen und Zeitschriften. Sie ist seit 1960 Mitglied des PEN-Clubs und wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Der WDR produzierte zuletzt ihr Hörspiel "Drück mir die Daumen" (1991).

Produktions- und Sendedaten
- Westdeutscher Rundfunk 1997
- Erstsendung: 25.05.1997 | 59'25