Ars acustica, Originalhörspiel
Autor/Autorin:
Frank Wolff
Kein Wort, kein Ton. Eine Selbstauskunft
Komposition: Frank Wolff
Technische Realisierung: Helmuth Schick, Gerlind Raue
Regieassistenz: Christoph Müller
Realisation: Frank Wolff
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Frank Wolff Sprecher/Cello
"Am Anfang war das Wort, und das Wort war fort. Heftiger Cello-Akzent. So beginnt das Hörspiel, und damit ist auch das Grundmotiv gesetzt: mein Cello spricht, wo die Sprache endet. Daraus entwickelt sich ein wunderlicher und manchmal komischer Dialog, der im Grunde ein innerer Monolog ist. Er kreist um mich und mein Cello. Allerdings folgt er auch meinen Wegen durch die Welt, und am Ende bricht die Realität brutal in die musikalische Idylle ein. Die ganze Geschichte ist wie eine Sonate in vier Sätze gegliedert: Der erste exponiert das Thema; der zweite, eine Art Scherzo, treibt ein Verwirrspiel mit Worten und Tönen; der dritte Satz, quasi ein Lento, ist ein Liebesbrief; und im letzten Satz bricht Panik aus: Modern Times. Ich habe für dieses Hörspiel ausschließlich mein Cello und meine verschiedenen Stimmen verwendet. Sie bilden, mittels neuer Radiotechnik, ein Ensemble, das mal einen Song spielt (mit Anklängen an Tom Waits und Laurie Anderson), mal eine Krimi-Szene, mal ein Kunststück nach Schönberg, mal Laute zwischen Ernst und Jandl. Letztlich aber ist alles ein Selbstgespräch zwischen mir und meinem Cello." (Frank Wolff)
Weitere Informationen
Frank Wolff spielt Cello seit seiner Kindheit. Schon während der Schulzeit Musikstudium in Freiburg/Breisgau. Intermezzo: Philosophiestudium bei Adorno in Frankfurt, wo er einer der Sprecher der Studentenbewegung 1967/68 wurde. 1981 Gründung des "Frankfurter Kurorchesters" als Rockband, art-ensemble und Chaos-Theater. Seit 1984 zahlreiche Tourneen, z.B. New York, China, Türkei, Ungarn. Zur Zeit auf Welt-Tournee mit "Heinrich Heine in concert", zusammen mit Anne Bärenz.

Produktions- und Sendedaten
- Hessischer Rundfunk 1997
- Erstsendung: 10.09.1997 | 33'25