Ars acustica

Autor/Autorin: Ros Bandt

Thrausmata

Sieben akustische Vignetten

Komposition: Ros Bandt
Technische Realisierung: Benedikt Bitzenhofer, Jeanette Wirtz-Fabian
Regieassistenz: Carsten Schulz

Realisation: Ros Bandt

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Arthur McDevittAltgriechischer Sprecher
    Ros BandtEnglischer Sprecher/Flöten

Thrausmata: In sieben Fragmenten werden antike griechische Texte in neuer Form akustisch lebendig. Versucht wird eine heute stumme, verlorengegangene Sprache durch ihre Phoneme und Klänge zu vergegenwärtigen. Diese Relikte werden elektronisch transformiert, um etwas von der Bedeutung der Worte in Klang zu übertragen. Wie durch akustische Fenster werden die Texte aus einer neuen Perspektive gesehen und erwecken so die Tradition der mündlichen Überlieferung, des von den Griechen gesprochenen Wortes, zu neuem Leben. Die Vignetten geben Einblick in sehr unterschiedliche Themen: Sport, Liebe, Götter und Gastfreundschaft. Sprache und Sprachrhythmen des Alt-Griechischen treffen auf Aufnahmen ambienter Klänge der jeweiligen griechischen Orte: Delphi, Kea, Lesbos, Athen, Elea und Troja. Bei den Texten handelt es sich um ausgewählte Zitate von alt-griechischen Dichtern und Philosophen: Sappho, Homer, Bacchylides, Parmenides, Demokrit und Euripides.

Weitere Informationen
Ros Bandt (geboren 1951), australische Klangkünstlerin, Komponistin und Autorin, verschmilzt Klang und Raum auf eine ungewöhnliche Weise miteinander, die auf die jeweiligen Orte, die Menschen und auf die Zeit, in der ihre Werke entstehen, abgestimmt ist. Dabei kommt es zu einer Integration von klassischen und ethnologischen Musikinstrumenten, Live-Elektronik und digitaler Studiotechnik. 1991 erhielt sie als erste Frau Australiens die bedeutendste nationale Auszeichnung für Komposition, 'The Don Banks Composers Fellowship'. Ihre jüngste Publikation: 'Sound Sculpture in Australia'. Für das Studio Akustische Kunst realisierte sie neben 'Thrausmata' die australische Soundscape 'Mungo'.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Westdeutscher Rundfunk 1996
  • Erstsendung: 30.05.1998 | 24'14

Haben Sie Anregungen oder Ergänzungen zu diesem Eintrag?

Infos zum Hörangebot/FAQ